Making Of OfG – Rebranding für Kinderträume e.V. | Visuelles Konzept für eine emotionale Mission

Meine Abschlussarbeit in Grafikdesign an der OfG: „Rebranding der Kinderträume e.V.“

Die Power des Rebrandings zeigt sich oft nicht nur in neuen Farben oder einem modernisierten Logo – sie verändert den Blick auf eine Marke grundlegend. Plötzlich wirkt alles klarer, emotionaler, nahbarer. Aus Bekanntem wird Bedeutungsvolles. Genau das beweist OfG-Absolventin im staatlich zugelassenen Onlinekurs Grafikdesign Victoria Lahr mit ihrem freien Gestaltungsprojekt „Making Of OfG“: einem eindrucksvollen Rebranding für den Verein Kinderträume e.V., der lebensbedrohlich erkrankten Kindern Herzenswünsche erfüllt.

Mit viel Feingefühl und einem geschärften Blick für visuelle Kommunikation bringt Victoria frischen Glanz in eine großartige Mission – und zeigt eindrucksvoll, wie stark Design unsere Wahrnehmung und Wirkung verändern kann.

Das Setting

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Mein iPad ist immer und überall dabei, ob privat oder auf der Arbeit. Tatsächlich setze ich vieles bereits auf dem iPad um, vorwiegend in Procreate, Affinity Designer 2 und Canva.
 
Für Detailarbeit und Präsentation wechsle ich dann an den Laptop. Bedingt durch die Arbeit wird hier viel in Google Slides präsentiert und ich kann die iCloud nutzen, um meine Arbeiten direkt auf Abruf zu haben.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Ich benötige immer erst mal einen Sketch von Farben, Layout und groben Ideen, entweder auf Papier oder auf dem iPad. Wenn die Ideen auf sich warten lassen, fange ich meistens erst mal mit einem Farbkonzept an und durchstöbere Pinterest. Wenn gar nichts geht, dann versuche ich, mich nicht unter Druck zu setzen, sondern einfach ein andermal weiterzumachen.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
AirPods dürfen bei mir niemals fehlen. Wenn ich noch in der Konzeption bin, läuft meistens ruhigere Indiemusik, weil mich das kreativer fühlen lässt. Geht es dann an die Umsetzung, läuft meistens Techno.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Da meine Arbeit als Grafikdesignerin bisher nicht meine Hauptbeschäftigung ist, habe ich eigentlich immer die Zeit, meine Arbeit erst mal beiseitezulegen. Am nächsten Tag sieht die Welt dann meistens schon wieder ganz anders aus.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Ich habe meine Weiterbildung zur Grafikdesignerin vorwiegend mit dem Ziel gemacht, die Darstellung und Aufbereitung von Daten sowie die Visualisierung der Ergebnisse meiner Datenanalysen im Rahmen meines Data-Science-Studiums professioneller und ansprechender zu gestalten. Diese gestalterischen Fähigkeiten werde ich künftig gezielt in meiner Hauptbeschäftigung in einem Pharmakonzern einsetzen, insbesondere zur internen und externen Kommunikation von Analyseergebnissen.
 
Ein aktives Marketing meiner Arbeiten ist für mich daher aktuell nicht relevant – ich freue mich vielmehr, wenn sich durch Mundpropaganda und persönliche Empfehlungen Gelegenheiten ergeben.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
1. Macht euch einen Umsetzungsplan. Ich war am Anfang super überfordert, was ich alles benötige und wie ich das Ganze in einem angemessenen Zeitrahmen umsetzen soll.
 
2. Vergleicht euch nicht mit anderen Abschlussarbeiten. Jede Arbeit und die persönlichen Umstände, Vorkenntnisse und Geschmäcker sind unterschiedlich. Mich hat es am Anfang extrem eingeschüchtert, zu sehen, wie professionell andere Arbeiten wirken. Das hat mich lange an der Umsetzung gehindert, aber auch euer fertiges Projekt wird am Ende professionell wirken.
 
3. Manchmal wirkt eine kleine Pause Wunder, vor allem, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Oder das Endergebnis vor lauter Entwürfen 🙂

Die Idee

Das Rebranding des Kinderträume e. V. ist aus eigenem Antrieb und persönlichem Interesse entstanden. Als Gestaltungsprojekt wollte ich mich mit einer Marke auseinandersetzen, deren Mission gesellschaftlich relevant und emotional berührend ist. Seit 1997 erfüllt der Verein lebensbedrohlich erkrankten Kindern und Jugendlichen Herzenswünsche – eine Arbeit, die Hoffnung und Lebensmut spendet und daher eine starke visuelle Identität verdient.

Das Konzept

In den vergangenen Jahren, besonders durch die Unterstützung eines bekannten Influencers, hat der Verein deutlich an medialer Aufmerksamkeit gewonnen. Das bestehende Erscheinungsbild wird dieser wachsenden Reichweite jedoch nicht mehr gerecht – insbesondere auf Plattformen wie Instagram, wo visuelle Kommunikation eine zentrale Rolle spielt.

Mein Ziel war es, ein neues, professionelleres Corporate Design zu entwickeln, das die emotionale Tiefe und positive Energie der Vereinsarbeit stärker transportiert und gleichzeitig das Vertrauen potenzieller Spenderinnen und Spender stärkt. Auch soll das Design lebensbedrohlich erkrankte Kinder und Jugendliche ermutigen, sich aktiv mit ihren Wünschen an den Verein zu wenden.

Das Projekt ist rein konzeptionell und nicht im Auftrag des Vereins entstanden. Eine Vorstellung oder Umsetzung des finalen Ergebnisses ist nicht geplant – im Fokus standen der kreative und gestalterische Prozess sowie die Auseinandersetzung mit einer bedeutungsvollen Thematik.

Kinderträume-4

Das Logo

Logoentwicklung (verworfene Alternativen)

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Kinderträume-3
Kinderträume-5

Der Flyer

Flyer_Kindertraeume

Anwendungsbeispiele

Kindertraeume_Landingpage

Fazit

Die Auseinandersetzung mit dem Rebranding von Kinderträume e. V. war für mich nicht nur ein gestalterisches Projekt, sondern auch eine persönliche Herzensangelegenheit. Es hat mir gezeigt, wie stark gutes Design dazu beitragen kann, eine emotionale Botschaft klarer, nahbarer und professioneller zu kommunizieren.

Mir war es wichtig, der wertvollen Arbeit des Vereins gerecht zu werden – mit einem modernen, zugleich warmen und einfühlsamen Auftritt. Die sanftere Farbwelt soll Vertrauen schaffen und die Zielgruppe sowohl emotional ansprechen als auch ermutigen. Besonders der Regenbogen im neuen Logo war mir ein zentrales Anliegen: Er steht für Hoffnung, Freude und die Erfüllung von Träumen – all das, wofür der Verein aus meiner Sicht steht.

Rückblickend hat mir dieses Projekt nicht nur gestalterisch viel gebracht, sondern auch bewusst gemacht, welche Verantwortung Design tragen kann – gerade dann, wenn es um sensible Themen wie Krankheit, Wünsche und Menschlichkeit geht.

TestimonialsundDozenten

Victoria Lahr
OfG-Absolventin / Grafikdesign


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