Meine Abschlussarbeit in Fotografie an der OfG: „Bodyparts“
OfG-Absolvent Sascha Schnorr, hat sich für seine Abschlussarbeit für eine fesselnde Serie entschieden, die sich dem Thema Körper und Körperteile widmet.
Mit dem Ziel, eine monochrome Ästhetik mit reichhaltiger Struktur und Detailgenauigkeit zu schaffen, hat er selbst vor der Kamera gestanden, da kein Model verfügbar war. Die Darstellung des menschlichen Körpers in Schwarz-Weiß fasziniert ihn und bildet die Grundlage für seine Abschlussarbeit.
Inspiriert von renommierten Fotografen wie Alan Schaller und Lee Jeffries, setzte Sascha Schnorr seine Abschlussarbeit in seiner eigenen Ästhetik um.
Ein paar Fragen zum Einstieg:
Mangels eines Studios habe ich unser Gästezimmer zweckentfremdet und einen langen schwarzen Stoff über einen Stuhl und ein Stück auf dem Boden platziert. Als Lichtquelle diente eine LED Bürolampe. Um entsprechend den Hintergrund „auszublenden“ wurde das Zimmer verdunkelt.
Herausforderungen waren das gleichzeitige vor und hinter der Kamera sein. Kein leichtes Unterfangen. Gleichzeitig die Kamera und den Bildausschnitt beachten, die Schärfe richtig setzen UND dabei in der Pose bleiben, die ich umsetzen wollte, war sehr anspruchsvoll. Ich bin froh, dass ich meine Kamera mit meinem Handy steuern kann. Genug verbiegen dabei musste ich mich trotzdem, damit das Handy oder andere Körperteile nicht mit ins Bild kamen.
Seit ca. 2 Jahren fotografiere ich mit der Canon R und diversen Sigma Art Objektiven. Vorher mit einer Canon 750D. Ich muss sagen, der Unterschied auf Vollformat ist positiv spürbar.
Die Wahl des Objektivs ist immer abhängig vom Motiv. Architektur fotografiere ich gerne mit dem Sigma 16 mm, Landschaft oder Streetfotografie / Graffiti meist mit meinem „Immer-Drauf“ Objektiv, dem 70–200 von Sigma. Tiere mit dem 150–600 mm, allerdings bin ich da eher Laienhaft unterwegs. Um einen eigenen Charme zu generieren, greife ich auch gerne zu meinem Altglas, eine 50 mm Linse, die ich in einem Basar ergattern konnte. Für die Bilder dieser Serie habe ich auf mein Sigma 35 mm Art zurückgegriffen, dass auch bei meinem Projekt „hands“ oder für Porträts zum Einsatz kommt.
Gute Frage. Das ist mir schon ein paar mal passiert. Größtenteils lasse ich dann die Kamera einfach stecken (aber habe sie immer dabei), suche Inspiration auf Instagram oder in Fotobüchern. Manchmal lege ich mir dann auch einfach gewisse Beschränkungen auf, z. B. Architektur nur mit einer Brennweite wie 200 mm fotografieren. Das liefert einem einen ganz anderen Blick auf die Stadt, da man immer nur ganz kleine Teile des Ganzen sieht, das eröffnet eine neue Perspektive, neue Motive. Diese Beschränkungen können beliebig ausfallen, auch beispielsweise nur mit dem Altglas losgehen. Das ist sehr spannend.
Da ich Hobbyfotograf bin, habe ich meine Arbeiten noch nicht wirklich vermarktet. Präsentiert werden meine Arbeiten zum einen über meine Homepage aelgor.com und über Instagram oder 500px. Ganz selten mal über Facebook.
Sonst „schmücken“ meine Arbeiten unser Haus, gedruckt auf Acryl, Alu-Dibond oder Leinwand. Spannend fand ich, dass eine Bekannte meine Bilder mal auf Holzstücke aufgedruckt hat. Das ist mal etwas anderes und sieht man selten.
Die größte Überraschung hatte allerdings meine Frau: Sie organisierte für meine Bilder in einem Café, das dafür bekannt ist, eine kleine Ausstellung! Unvorstellbar toll, die eigenen Werke ausgestellt zu sehen! Die meisten davon sind nun bei uns zu Hause. Das ein oder andere bei der Familie.
Probiert aus, was Ihr schon immer mal probieren wolltet, traut Euch Neues zu, sucht Euch jemand, mit dem Ihr Ideen und Bilder durchsprechen könnt (Kritik ist wichtig) und vor allem: Habt Spaß and Ausarbeiten einer Serie!
Wenn Ihr mal nicht weiterkommt, macht den PC aus, legt die Kamera weg, tut einen Abend was anderes, schlaft über das Ganze und geht am nächsten Tag frisch ans Werk.
Das Ergebnis
Fazit
Eine Serie zu fotografieren, fand ich spannend und herausfordernd. Ich habe sehr lange überlegt, was ich als Thema denn für solch eine Serie nehmen könnte. Die Idee bodyparts hatte ich zwar schon, aber der Glaube an eine Umsetzung musste wohl erst reifen, zumal ich auch kein Model hierfür hatte. Es war auf jeden Fall toll, anstrengend und hat sehr viel Spaß gemacht, die Serie dann doch so umzusetzen, mit mir in beiden Rollen, vor und hinter der Kamera.
Sascha Schnorr
OfG-Absolvent / Fotografie
instagram.com/aelgor
aelgor.com
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