Gina Wennsez

Meine Abschlussarbeit in Fotografie an der OfG: „Storytelling“

Gina Wennesz, Absolventin des staatlich zugelassenen Onlinekurses Fotografie an der Online-Schule für Gestaltung (OfG), hat eine bemerkenswerte Bilderserie geschaffen, die durch ihre eindrucksvolle Erzählkraft besticht. Ihre Idee war es, eine Geschichte zu erzählen, die durch Gefühle geleitet wird.

Um diese Vision zum Leben zu erwecken, hat Gina eine Collage mit vier Bildern erstellt, die untereinander angeordnet sind. Diese Anordnung lenkt den Blick des Betrachters und ermöglicht es, die Geschichte in einer fließenden Sequenz zu erleben.

Für den gewünschten cineastischen Look fügte sie ihren Bildern eine leichte Körnung hinzu, die an das Aussehen von Film erinnert. Ein weiteres wichtiges Element ihrer Serie sind die Farben. Sie legte großen Wert darauf, dass die Farben harmonieren und eine warme Atmosphäre schaffen, anstatt zu kühl zu wirken.

Mit dieser durchdachten Herangehensweise zeigt Gina Wennesz, wie kraftvoll und emotional fesselnd Fotografie sein kann.

Ein paar Fragen zum Einstieg

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Ich arbeite seit letztem Jahr Oktober hauptsächlich in meinem eigenen kleinen Studio. Allerdings habe ich nie aufgehört, draußen zu fotografieren. So entstand auch meine Abschlussaufgabe draußen an einem besonderen Ort.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Ich nutzte am liebsten natürlich meine Kamera mit verschiedenen Objektiven. Dadurch habe ich viel Spielraum, um Neues auszuprobieren.
 
Auch die Bearbeitungsprogramme Photoshop und Lightroom sind aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Ich höre gerne ruhige Musik, die mich gut fühlen lässt. So bin ich kreativer und kann meinen Ideen freien Lauf lassen.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Für mich sind kreative Blockaden nur ein Zeichen von zu viel Kontrolle. Um kreativ zu sein, braucht man am besten keinen konkreten Plan, es kommt einfach so, egal in welcher Lebenssituation man gerade ist.
 
Um solche Blockaden zu lösen, gehe ich gerne in Kunstausstellungen oder auch auf Pinterest & Co, um wiederzusehen, dass Kreativität keine Grenzen hat.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Ich habe meine eigene Website, auf der meine Arbeiten zu sehen sind. Auch Instagram zählt zu meinen liebsten Plattformen, meine Werke zu teilen, da ich dort das Gefühl habe, meine Zielgruppe besser ansprechen zu können.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Teilnehmern, die gerade an ihrer Modularbeit sitzen?
Mir hat es geholfen, alle Themen einmal durchzugehen und mir das Wichtigste geordnet aufzuschreiben. So habe ich, auch in Zukunft, immer Zugriff auf das Wissen und kann es konkret nachschlagen.
 
Ich kann ein Fernstudium der OfG nur sehr empfehlen, da es keinen Zeitdruck gibt und alle Themen geordnet aufrufbar sind. Es hat mir das Lernen sehr erleichtert.

Die Ideenfindung

Ich hatte mich durch das Feedback meines Dozenten über die Gefühle Zufriedenheit und Freiheit informiert, im Internet sowie in Zeitschriften und in der Zeitung.


Bild 1:

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Hierbei bin ich auf die Begriffe Ruhe, Lächeln, Wind, Vögel und das Weite gestoßen und wollte diese in meine Bildreihe einbringen.


Bild 2:

Fotografie_0324_06_Gina_Wennesz_02

Meine Idee war deshalb, eine Geschichte zu erzählen anhand dieser Gefühle. Ich hatte die Idee, diese Serie in einer Collage abzugeben, 4 Bildern untereinander, sodass die Reihenfolge der Bilder das Auge leitet.


Bild 3:

Fotografie_0324_06_Gina_Wennesz_03

Ich wollte einen cineastischen Look, deswegen habe ich eine Körnung bei den Bildern hinzugefügt, um es ein wenig mehr nach Film aussehen zu lassen.


Bild 4:

Fotografie_0324_06_Gina_Wennesz_04

Außerdem war es mir wichtig, dass die Farben alle miteinander gut funktionieren und nicht zu kühl sind.


Abschlusspräsentation:

Da ich finde, dass mein Bildstil dieses Konzept sehr unterstützt, wollte ich viel Ruhe in die Bilder einbringen. Der Gedanke war deswegen, eine Person mit der Natur zu verbinden, da mich die Zeit in der Natur erden lässt und ich so gelassener bin. Mir war wichtig, dass es ein Ort ist, mit dem ich mich selbst identifizieren kann. So konnte ich das Beste aus der Location und dem Model herausholen.

Ich hatte mich demnach schon Wochen vorher informiert, um einen passenden Spot zu finden. Da derzeit der Füssener Forggensee leer war, habe ich mich für ihn entschieden. Durch seine Weite, durch den ausgelassenen See gibt er einem das Gefühl von Freiheit. Das wurde bei unserem Shooting unterstützt, da wir komplett alleine dort waren. Zudem wollte ich ein eher trübes Wetter, damit die Sonne so wenig Schatten wirft wie möglich, um keine Unruhe im Bild zu schaffen.

Der See ist durch Wälder von dem Lärm der Straße geschützt und man hört dort nur die zwitschernden Vögel, die in den restlichen Pfützen baden. Durch meinen Dozenten Herrn Seewald hatte ich im Kopf auch ein Bild von der Umgebung einzubringen, was hier sehr gut funktioniert hat, um noch mehr Ruhe mit in die Bilder zu bringen. Ich wollte Harmonie zwischen Nahaufnahmen und Landschaftsaufnahmen schaffen, sodass alle Bilder einzeln, aber auch zusammen gut funktionieren.

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Mein Fazit

Mir hat die Aufgabe sehr gut gefallen. Ich habe gemerkt, dass sie mich viel zum Nachdenken gebracht hat. Außerdem war ich kurze Zeit sehr überfordert, was genau ich mit dem Thema anstelle. Ich habe mich aber daran erinnert, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und mich einfach dem Prozess hinzugeben.
testimonials_ofg_gina_Wennesz

Gina Wennesz
OfG-Absolventin / Fotografie
ginaartphotography.de
instagram.com/ginaartphotography


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