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Meine Abschlussarbeit in Grafikdesign an der OfG: „Board-Buddies Café“

Die OfG-Absolventin Madeleine Meyn hatte von Anfang an den klaren Wunsch, ihr Abschlussprojekt im Grafikdesign einem Thema zu widmen, bei dem sie ihre Kreativität ausleben und Freude empfinden kann. Dabei entstand schnell die Idee eines Spielecafés, da sie selbst regelmäßig Karten- und Gesellschaftsspiele mit Freunden spielt. Das persönliche Interesse an einem solchen Café war dementsprechend ausgeprägt. Aber setzen Sie sich und bestellen doch ersteinmal einen Kaffee 🙂
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Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Ich arbeite überwiegend digital mit dem iPad und MacBook Pro. Die daraus resultierende Ortsunabhängigkeit ermöglicht es mir, Gedanken und Ideen jederzeit festhalten zu können. Zudem gestaltet sich die Transferleistung – vom ersten Impuls bis zur Umsetzung – aufgrund dieser Ungebundenheit oftmals wesentlich fluider als bei einem rein stationären Setting. Neben ProCreate sind Adobe Illustrator und Photoshop wohl die von mir am häufigsten genutzten Programme. Für anschließende Animationen oder Videos finden After Effects und Premiere Pro Verwendung.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Um den kreativen Prozess einzuleiten, suche ich ganz bewusst nach Inspiration. Diese Suche erstreckt sich in der Regel über Pinterest, Behance, Instagram oder Design-Bücher. Aber auch spontane, analoge Beobachtungen, wie eine Werbeanzeige am Straßenrand, finden in dieser Phase oftmals Einzug in meine Gedankenwelt. Aus diesen zusammengetragenen Inspirationen erstelle ich anschließend ein Moodboard, das alle relevanten visuellen Elemente zusammenträgt und somit ein erstes "Grundgefühl" für das jeweilige Projekt erzeugt. Darauf aufbauend entsteht dann auch die Farbpalette.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Meine Musikauswahl ist recht unabhängig von meiner Arbeit und vor allem durch die jeweilige persönliche Stimmungslage beeinflusst. Besonders wiederkehrend sind jedoch Musicals, Disney und Pop-Songs, die mir vertraut sind und daher wenig bis keiner Konzentration bedürfen. Mit dieser Musik im Hintergrund arbeite ich erfahrungsgemäß am besten, kann ich mich dem Ganzen doch einfach hingeben, auch mal laut mitsingen oder nebenbei mit den Fingern im Takt auf dem Schreibtisch tippen. Der Motivationsschub und gute Laune während der Arbeit sind hier absolut garantiert.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass bei kreativen Blockaden etwas Abstand zur Arbeit hilft. Bei mir ergeben sich keine neuen Ideen, wenn ich es krampfhaft versuche, sondern eher, wenn ich unterwegs und unter Menschen bin. Manchmal reicht es auch schon, aus den eigenen vier Wänden zu kommen und sich in ein anderes Umfeld zu begeben. Das sind in meinem Fall meist die Bibliothek meiner Universität, ein schönes Café oder auch einer der vielen Co-Working-Spaces in meiner Stadt. Für mich gilt daher: Pause machen, spazieren gehen, sich mit anderen Menschen zu umgeben, neue Impulse zu sammeln und später mit frischem Kopf weiterzumachen. Denn: Nur wer Input sammelt, kann auch Output erzeugen.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?

Meine Arbeiten sind bislang kaum über meinen Freundes-, Arbeits- und Familienkreis hinausgegangen, da ich aktuell noch im Master studiere und die vergangenen Jahre in einem anderen beruflichen Bereich (Videoproduktion und -animation) beschäftigt war. Ich stehe daher aktuell noch am Anfang meines Design-Portfolio-Prozesses - geplant ist jedoch der aktive Aufbau meiner Online-Präsenz, besonders auf Instagram, LinkedIn und meiner eigenen Website.

Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?

Jeder arbeitet anders. Durch Instagram, YouTube oder auch diese Making-ofs hier sehen wir regelmäßig, wie andere Kreative arbeiten und welchen Abläufen sie folgen. Das ist zwar sehr interessant und inspirierend, bedeutet aber nicht, dass es der richtige Weg für einen selbst ist. Mein Tipp ist daher, sich nicht zu sehr mit anderen zu vergleichen und seinen eigenen Weg zu finden. Das beinhaltet, dass man ganz viel ausprobieren soll. Gerade wenn man – wie ich – am Anfang seiner grafischen Erfahrung steht, dann hilft es, verschiedene Stile auszuprobieren, um eine eigene „Handschrift“ zu finden. Zudem ist es sehr hilfreich, wenn das Projekt etwas ist, das einem wirklich Spaß macht. Wenn man wirklich hinter dem steht, was man macht und Begeisterung für seine Arbeit empfindet, steigt die Motivation ganz automatisch.

Das Konzept

Für das Konzept des Spielecafés war besonders die Namensfindung von großer Bedeutung. Er sollte direkt positive Assoziationen erzeugen und eine einladende Wirkung auf ein jüngeres Publikum haben. Nach einigen Brainstorm-Sessions war so am Ende der Name „Board-Buddies“ geboren. Eine vergleichbare Grundidee haben sich bei diversen Unternehmen wie PayPal (= Bezahlfreunde) bereits als erfolgversprechend erwiesen. Das Wort „Board“ greift dabei den Aspekt der Brettspiele auf, „Buddies“ hingegen steht für die Verbundenheit und Gemeinschaft der Spielenden. Zudem bleibt es durch die Alliteration gut im Kopf. Das Board-Buddies Café ist ein modernes Café, das eine einzigartige Kombination aus köstlichem Kaffee, leckeren Snacks und einer großen Auswahl an Gesellschaftsspielen für Jugendliche, junge Erwachsene und Familien anbietet. Es ist ein Ort für Spiele-Enthusiasten, unabhängig von Erfahrungsniveau oder Hintergrund. Das Café möchte seinen Gästen die Möglichkeit bieten, dem hektischen Alltag der digitalisierten Welt einen Moment zu entfliehen und in entspannter Atmosphäre analoge soziale Interaktionen wahrzunehmen.

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Das Logo

Nach der Ausarbeitung des Konzepts und der Erstellung eines Moodboards habe ich mich an die kreative Gestaltung begeben. Dabei habe ich mich zuallererst der Farbpalette, dem Logo und der Typografie gewidmet. Da eine, wie zuvor bereits erwähnt, junge Zielgruppe angesprochen werden soll, habe ich auf helle, freundliche und starke Farben zurückgegriffen, die Aufmerksamkeit erregen und sich vom – oft als altmodisch betrachteten – klassischen Image von Brettspielen abheben.

Mir war von Anfang an klar, dass ich ein modernes, einladendes und auffälliges Logo wollte, da dies dem Konzept von Board-Buddies am meisten entspricht. Auch den Grundgedanken des Cafés, ein Ort der Begegnung zu sein, wollte ich durch die Verbundenheit des Logos in jedem Fall berücksichtigen. Nach einiger (analoger und digitaler) Recherche über klassische Spiele und deren Gestaltung, entschied ich mich für eine sehr rechteckige Schriftart, deren Ecken abgerundet sind und entsprechend an Spielbretter, -karten oder auch -figuren erinnern. Damit das Logo als solches geschlossen wirkt und als verbundenes Ganzes erscheint, habe ich die Schriftart so weit verändert, bis dieses Ziel erreicht war. Schlussendlich habe ich mich dazu entschieden, statt des Schriftzugs "Café" ein Piktogramm einzubauen, da dies den Schriftzug organisch abrundet

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Bild_4_Logo_Farbpalette

Nachdem das Logo fertiggestellt war, ging es für mich direkt an die Gestaltung der Submark und Logomark. Für das Submark-Logo wurde die Darstellung im Kreis gewählt, um einen Kontrast zum rechteckigen Logo zu bilden. Hierbei wurde der Name Board-Buddies um das Wort Café ergänzt, um auch hier den Kontext einzubinden. Das Logomark für Board-Buddies besteht aus dem Anfangsbuchstaben B der beiden Wörter und kann als schnelles Erkennungsmerkmal vielseitig eingesetzt werden.

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Markenmuster

Da mir beim Board-Buddies Café ein lebhaftes und spielerisches Image wichtig war, ging es danach an die Gestaltung eines Markenmusters. Das Markenmuster besteht aus kleinen BrandingElementen, die dem Unternehmen Leben einhauchen und zum Aufbau einer Markenbekanntheit beitragen. Ich habe mich hier für die Illustration von einigen klassischen Spiel- und Café-Elementen entschieden. Die Illustrationen habe ich zunächst bei ProCreate erstellt und anschließend eine Auswahl in Illustrator vektorisiert und sowohl in Bunt als auch in Weiß umgesetzt. Für das Erstellen des Musters habe ich zusätzlich noch kleine Scribbles ergänzt, um eine vielfältige, lockere und ansprechende Optik zu erzielen. Das Muster kann vielfältig eingesetzt werden und findet primär auf Kaffeebechern, Verpackungen, Visiten-/Treuekarten oder auch Merchandise-Produkten Anwendung.

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Zusätzlich habe ich ein Muster in Form eines Kreuzworträtsels erstellt, welches sowohl auf Bechern als auch Verpackungen und Jutebeutel zum Einsatz kommt. Das Design unterstreicht den spielerischen Charakter des Cafés und ist ein Blickfang, der in Erinnerung bleibt.

Bild_7_Kreuzworträtsel_Jutebeutel

Online-Präsenz

Da das Café eine recht junge Zielgruppe ansprechen soll, habe ich bei der Gestaltung besonderes Augenmerk auf ein modernes Layout der Website (+App) sowie die Social Media Präsenz gelegt. Besonders zum Vorschein sollte hier kommen, dass das Café regelmäßige Veranstaltungen und auch Merchandise-Produkte anbietet. Das ist zum einen eine tolle Möglichkeit für mehr Umsatz, wichtiger jedoch ist die Kundenbindung und Werbung, die sich dadurch ergibt.

Bild_14_Screendesign_Mockup
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Anwendungsbeispiele

Auf Grundlage der Logovariationen und Markenmuster konnte ich mich im nächsten Schritt an die konkrete Umsetzung und Anwendung der Designs auf verschiedene Medien – Verpackungen, Briefpapier, Treuekarten, Werbeanzeigen – begeben. Diese habe ich anschließend mithilfe von Mockups in Photoshop „zum Leben erweckt“. Besonders hilfreich waren mir dabei die Seiten mockupbee.com und mockups-design.com, die eine große Auswahl an kostenlosen Mockups zur privaten sowie kommerziellen Verwendung zur Verfügung stellen.

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Bild_9_Becher
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Zu guter Letzt stand dann noch das Zusammentragen der erstellten Designs in einer optisch ansprechenden Präsentation des Corporate Designs an und fertig war das Abschlussprojekt.

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Fazit

Da ich durch meine Arbeit in der Videoproduktion immer wieder Kontakt zu Grafikern hatte, war mein Interesse groß, mir ebenfalls fundierte Kenntnisse in dem Bereich anzueignen und mehr darüber zu erfahren. Das Online-Studium an der OfG hat meine Leidenschaft für Design und besonders Branding geweckt und mich in der Entscheidung bestärkt, mich beruflich weiter in diese Richtung zu orientieren.

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Madeleine Meyn
OfG-Absolventin / Grafikdesign
instagram.com/madeleine_meyn
linkedin.com


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