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Meine Abschlussarbeit in Grafikdesign an der OfG: „Stark oder Schwach – ein Data-Zine“

OfG-Absolventin Nina Koch hat sich im Rahmen ihres Abschlussprojekts Grafikdesign für ein visuelles Datazine entschieden.

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Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Ich arbeite am liebsten daheim an meinem Schreibtisch mit meinem Laptop und einem großen Monitor. Manchmal aber auch abends auf der Couch.
 
An Software nutze ich hauptsächlich Adobe Illustrator, für Datenvisualisierungen zunächst Excel, um die Daten zu analysieren, und später oft ein Online-Tool namens RAWGraphs. Hier habe ich die Möglichkeit, komplexere Charts zu generieren und sie als .svg zu exportieren. Natürlich nutze ich auch einen Bleistift, ein Skizzenbuch und schöne Bunt- und Filzstifte.
 
Um meine Arbeit und mich zu organisieren, verwende ich gerade Trello und Notion. Mir ist es wichtig, schöne Dinge um mich zu haben und mit hochwertigen Werkzeugen zu arbeiten.
 
Wenn ich mir einen Ort wünschen könnte, hätte ich gerne ein helles Studio mit ausreichend Platz zum Experimentieren. Mit vielen tollen Plakaten und Kunst um mich herum. Und allen möglichen inspirierenden Materialien.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Ich versuche erst mal, mich ins Thema zu vertiefen und Wissen zu sammeln. Zur Branche, zum Unternehmen, zum Thema. – Was überrascht mich? Welcher Gedanke inspiriert mich? Finde ich etwas Spannendes, trägt mich das im Idealfall durchs ganze Projekt.
 
Ein anderer Ansatz ist, einfach erst mal alles zu Papier zu bringen, was mir zum Thema in den Kopf kommt. So viele Ideen zu Papier bringen, wie es nur geht, und dann noch ein paar mehr, funktioniert gut.
 
Außerdem lege ich mir meistens ein Pinterest-Board an und sammle dort alles, was ich visuell passend zum Thema finde. Darauf komme ich immer wieder zurück. Insbesondere wenn ich später nicht weiter komme, überlege ich mir bei einzelnen Bildern ganz konkret, was ich hieran so interessant finde und wie dieser Aspekt in meine Arbeit einfließen könnte.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Kommt darauf an. Manchmal benötige ich einfach Ruhe, um zu denken. Wenn es dann um mich laut ist, benutze ich gerne Noisli und höre mir Vogelgezwitscher, Bachrauschen und Gewitter an. Sonst höre ich gerne etwas, was zum Projekt passt. Das hilft mir, in Stimmung zu kommen und den passenden Stil zu treffen.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Ich mache etwas anderes, gehe raus, rede mit anderen über das Projekt, sammle noch mehr Wissen zum Thema, browse weiter durch Pinterest. Manchmal hilft es auch, einen anderen Teil des Projektes zu bearbeiten. Dann habe ich das Gefühl, trotzdem weiterzukommen, wenn auch an einer anderen Stelle.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?

Ich poste meine Arbeiten auf Instagram und meinem Behance-Profil. Manchmal auch auf LinkedIn, da habe ich ein komplett anderes Publikum.

Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Sucht euch ein Thema, auf das ihr richtig Lust habt. Etwas, was ihr schon immer mal machen wolltet. Total egal, was es ist. Das ist die Gelegenheit, euer Projekt umzusetzen – und das hilft dran zu bleiben, auch wenn es mal nicht so läuft.

Die Idee

Meine Abschlussarbeit ist ein „Data Zine“, eine Art Mini-Magazin mit Grafiken und Impulsen zum Thema „Stark oder schwach“.

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Mithilfe von Datenvisualisierungen diskutiere ich in dem Magazin das Thema Stärke bzw. Schwäche aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Das Magazin soll Spaß machen, neue Perspektiven aufzeigen, überraschen und motivieren, sich mit komplexen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

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Den trockenen Daten stelle ich eigene Denkanstöße, kleine Illustrationen und spannendes Wissen gegenüber. Zum Schluss gibt es eine kleine Anleitung, die zeigt, wie man selbst daheim mit Buntstiften eigene Datenvisualisierungen erstellen kann.

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Die Farben sind knallig und machen gute Laune. Die Inhalte stehen bewusst nicht „schwarz auf weiß“.

Die Konzeption

Das Zine besteht aus einem einzigen DIN-A2-Blatt. Es ist so gefaltet und geschnitten, dass der Leser oder die Leserin es durchblättern kann, eben wie ein Magazin. Außerdem kann man es auffalten und findet auf der Rückseite ein DIN-A2-Poster mit einer Illustration, die das Thema noch mal anders visuell „diskutiert“: Sie zeigt das Spiel „Schere, Stein, Papier“.

Jede „Geste“ ist hier mal stärker als die andere und mal schwächer.

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Der Prozess

Im Gestaltungsprozess habe ich zunächst mit der Titelidee begonnen. Ich habe etliche Skizzen gemacht und mich dann für eine typografische Variante entschieden. Die grafische Version mit den Händen habe ich fürs Poster verwendet.

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Das Layout habe ich Schritt für Schritt aufgebaut. Zunächst musste ich mir über das Format klar werden. Dann habe ich ein Raster angelegt und verschiedene Layout-Ideen skizziert (und zum Teil wieder verworfen). Die Visualisierungen habe ich meist zuerst in eigenen Dateien ausgearbeitet, bis sie ihren Weg ins Magazin gefunden haben.

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Fazit

Ich freue mich, dass ich das Projekt zu Ende gebracht habe und bin sehr stolz. Der beste Moment war, das Zine tatsächlich in Händen zu halten. Die Farben und Schriften schauen gedruckt einfach noch besser aus als auf dem Monitor.

Es gab mehrmals den Punkt, an dem ich dachte, ich würde es nicht schaffen, das Zine in der gewünschten Qualität fertigzustellen. Insbesondere das Sammeln der Inhalte stellte sich als aufwendiger heraus als angenommen. Und als ich dachte, ich sei fertig, hat es mir gar nicht mehr gefallen. Feedback von anderen hat mir geholfen, zu einem Ergebnis zu kommen, das mich jetzt zufriedenstellt.

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Nina Koch
OfG-Absolventin / Grafikdesign
instagram.com/nk_yeahyeah


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