Jana Stehr OfG Absolventin Grafikdesign

Meine Abschlussarbeit in Grafikdesign an der OfG: „Gestaltung eines Artbooks“

OfG-Absolventin Jana Stehr hat sich im Rahmen ihres Abschlussprojekts Grafikdesign ein Artbook entworfen, das die düstere und mystische Atmosphäre der Buchserie „Das Reich der neun Geisterwesen“ einfängt.

Inspiriert vom Dark Fantasy-Genre und dem surrealistischen Stil, kombiniert das Artbook literarische Kreativität mit künstlerischem Ausdruck. Jede Seite des Buches wird zu einem Kunstwerk, das die Geschichte des Geistersees zum Leben erweckt. Jana hat den Text ihres Romans in visuell ansprechende Abschnitte unterteilt, um die Stimmung optimal einzufangen, und mit atmosphärischen Illustrationen versehen, die die Leser in die Tiefen der Legenden ziehen.

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Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Ich arbeite in meinem Büro, hauptsächlich an meinem Grafiktablett. Drei Monitore sind für mich unverzichtbar geworden: Auf einem zeichne ich, auf dem zweiten habe ich mein Moodboard geöffnet, und auf dem dritten halte ich meine Notizen bereit. Diese Anordnung ermöglicht es mir, stets den Überblick zu behalten und effizient zu arbeiten.
 
Bevor ich eine Illustration digital ausarbeite, skizziere ich die Szene meist per Hand in meinem Skizzenblock. Dies hilft mir, ein Gefühl für die Komposition und die Dynamik der Szene zu entwickeln. Sobald die Skizze steht, übertrage ich sie auf mein Grafiktablett und beginne mit der detaillierten Ausarbeitung.
 
Wenn eine Illustration fertiggestellt ist, drucke ich komplexere Werke gerne aus. Dies ermöglicht es mir, die Farbstimmigkeit und eventuelle Fehler besser zu erkennen und zu korrigieren. Für die Bildbearbeitung, Layouts und Grafiken nutze ich die Adobe-Programme, die mir eine präzise und professionelle Gestaltung ermöglichen.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Auf neue Ideen komme ich überall. Oft spiele ich mit dem Gedanken „Was wäre, wenn …?“ und so entstehen immer wieder neue Einfälle. Doch nicht jede Idee wird sofort festgehalten. Nur die wirklich hartnäckigen Gedanken, die mich auch nach Wochen noch beschäftigen, verdienen meine volle Aufmerksamkeit. Diese schreibe ich dann in Stichpunkten auf und beginne, sie auszuarbeiten.
 
Auch in meiner gestalterischen Arbeit gehe ich ähnlich vor. Ich lasse Inspirationen auf mich wirken und gebe meinen Gedanken Zeit, sich zu setzen. Erst, wenn sie gereift sind, wage ich mich an sie heran. Dann lasse ich meiner Kreativität freien Lauf, experimentiere mit neuen Zeichnungen, Farbkombinationen und Bildkompositionen.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Musik ist für mich essenziell, um mich in die emotionale Verfassung meines Projektes zu versetzen. Tatsächlich besitze ich eine umfangreiche Bibliothek an Playlisten, die ich nach und nach aufgebaut habe. Ich habe sie nach Stimmungen, Orten (wie Wüste, Wald, Meer …) und Buchprojekten sortiert.
 
Jede Playlist ist sorgfältig zusammengestellt, um die perfekte Atmosphäre für meine kreative Arbeit zu schaffen.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Kreative Blockaden entstehen bei mir oft durch Stress. In solchen Momenten hilft es mir, einen Schritt zurückzutreten, mich auszuruhen oder Frust durch Sport abzubauen.
 
Wenn die Blockade komplexer ist, probiere ich gerne etwas Neues aus. Das Unbekannte inspiriert mich und bringt frische Gedanken und Ideen hervor. Manchmal reicht es schon, ein völlig neues Gericht zu kochen, um den kreativen Fluss wieder in Gang zu bringen.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Da ich bereits als Autorin und Illustratorin tätig bin, habe ich mir eine Website und einen Instagram-Account aufgebaut, auf denen ich meine Werke und auch den Gestaltungsprozess einiger Projekte teile.
 
Da ich überwiegend für die Buchbranche arbeite, hilft es mir auch auf Buchmessen und Portalen wie Lovelybooks Kontakte zu knüpfen und mein Netzwerk zu erweitern.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Verwirkliche das, was du schon immer tun wolltest. Etwas, das dich begeistert und herausfordert. Ein Projekt, bei dem du alles um dich herum vergisst, weil es dich so sehr fesselt. Nimm dir die Zeit, die du dafür brauchst. Ein gut durchdachtes Projekt und eine sorgfältige, detailreiche Herangehensweise sorgen für reibungslose Arbeitsbedingungen.
 
Vergiss nicht, wie wichtig die Präsentation deiner Arbeit ist. Selbst das beste Projekt kann untergehen, wenn es nicht angemessen präsentiert wird.
 
Sei kreativ.
Stehe zu deiner Kreativität.
Hauche deiner Kreation Leben ein.

Die Idee

Ich liebe Artworks und wollte schon immer selbst ein Kunstbuch kreieren. Beim Experimentieren mit dem surrealistischen Stil fand ich eine besondere Verbindung zu den geheimnisvollen, düsteren Welten meines ersten Romans. Diese Idee hat mich gepackt und inspiriert, sie zum Mittelpunkt meines Abschlussprojekts zu machen.

Es ist ein Projekt, das herausfordert und gleichzeitig meine Begeisterung für das Thema widerspiegelt.

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Die Konzeption

Das Artbook soll einladen, durch die Augen der Kunst in die Tiefen der Legenden zu blicken. Jede Seite als Kunstwerk, das die Geschichte des Geistersees zum Leben erweckt.

Mit jedem Bild und jedem Wort zieht es tiefer in das Zwielicht, wo das Licht auf das Nichts trifft und die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen.

Illustration_Jana-Stehr

Die Zielgruppe

Durch die Kombination aus düsterer und geheimnisvoller Atmosphäre und surrealistischen und atmosphärischen Illustrationen spricht das Artbook eine breite Zielgruppe an, die sowohl an der Geschichte als auch an der künstlerischen Darstellung interessiert ist.

Titel-Making-Of_Jana-Stehr

Der Entstehungsprozess

Am Anfang stand meine Kurzgeschichte, die wie ein roter Faden durch mein Projekt läuft. Für das Artbook, das die Neugestaltung meines Romans „Das Reich der neun Geisterwesen“ visuell begleitet, war das Farbschema bereits vorgegeben.

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Ich habe den Text in einzelne Abschnitte unterteilt und mir überlegt, welche Szenen ich darstellen möchte, um die Stimmung optimal einzufangen. Basierend auf diesen Überlegungen entstanden erste Skizzen.Die Farben, die ich aus dem festgelegten Schema wählte, hauchten den Illustrationen Leben ein.

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Das Ergebnis (Auszüge)

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Die Kombination aus Text, Bild und Layout schafft eine Atmosphäre, die den Geist der Geschichte einfängt und die Gesamtwirkung verstärkt.

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Fazit

Das Schaffen dieses Artbooks war eine Reise, die ebenso viel von mir gefordert, wie gegeben hat. Es war ein Prozess, der nicht nur meine Fähigkeiten als Grafikdesignerin und Illustratorin herausgefordert, sondern auch meine Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten durch Bilder vertieft hat. Die Arbeit an den Illustrationen, die Auswahl der Farben und die Komposition jedes Layouts waren Schritte, die mich dem Kern meiner kreativen Vision näher gebracht haben.

Ich habe das Studium neben meinem Job und meiner freiberuflichen Tätigkeit als Illustratorin gemeistert. Es war nicht immer leicht. Oft fehlte die Zeit, aber es ist machbar und ich bereue nichts! Das Studium war aufregend und hat mir Freude bereitet.

Ich bin stolz, eine OfG-Absolventin sein zu dürfen. 🙂 Die positive Resonanz auf meine Arbeit bestärkt mich in dem Glauben, dass wahre Kreativität keine Grenzen kennt. Jede Arbeit hat Wert und verdient es, gesehen zu werden.

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Jana Stehr
OfG-Absolventin / Grafikdesign
instagram.com/jana.stehr.autorin.art
janastehr.art


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