Aufmacher_Prozess_OfG_gin

Meine Abschlussarbeit in Grafikdesign an der OfG: „Corporate Design Branding Ori•Gin“

Die Inspiration ihrer Abschlussarbeit im Bereich Grafikdesign hat OfG-Absolventin Huyen-Chau Do von einer Reise mitgebracht. Diese Reise nahm ihren Anfang in einem Land, das für sie eine ganz besondere Bedeutung hat: Vietnam. Nach einer langen Zeit von über 12 Jahren kehrte sie in das Heimatland ihrer Eltern zurück und erlebte dort etwas, das ihre kreative Leidenschaft entfachte und zu einem außergewöhnlichen Projekt führte. Das Ergebnis? Ein fiktiver, vietnamesischer Gin namens "Ori•Gin".

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Ich arbeite mit Apple-Geräten, sprich ein 27“ iMac stationär zu Hause auf dem Schreibtisch und für unterwegs auf einem MacBook und/oder iPad und Pencil, um Ideen fix zu scribbeln und festzuhalten.
 
Zum Fotografieren nutze ich für schnelle Ideen mein Smartphone und für richtige Set-ups meine treue Canon. Ein 4C-Drucker von Epson, der bis zu A3 drucken kann, darf bei mir auch nicht fehlen. Außerdem besitze ich einen Silhouette-Cameo 4 Schneideplotter für z. B. Gold-Folierungen, Aufkleber, Stanzen usw. Hauptsächlich nutze ich die Adobe Programme Adobe Illustrator, Adobe InDesign, Adobe Photoshop und Bridge.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Meistens scribble und schreibe ich mir die ersten Gedanken und Ideen auf Papier auf und was mir spontan sonst noch zu dem Thema einfällt. Mithilfe von Moodboards mit Bildern, Fonts und Farbwelten versuche ich meine ersten Ideen zu sortieren und darzustellen.
 
Wenn ich dann z. B. zwei bis drei Grobentwürfe/-ideen habe, entscheide ich nach dem Ausschlussverfahren, welcher Entwurf/Idee mir am besten gefällt und ich weiter ausbauen möchte. Dann fange ich an tiefer zu recherchieren und alles Weitere ergibt und fügt sich dann irgendwann zum Endergebnis zusammen.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Ich bin ein wahrer True Crime Junkie, weswegen bei mir ein Podcast zur Konzentration und zum Arbeiten nicht fehlen darf. Sollte ich aber mal Pause von den spannenden Fällen benötigen, höre ich gerne Rap, R’n’B, Black, Hip-Hop, Pop (ob aus den 90ern oder aus den 00er-Jahren) und alles, was im Radio/Charts läuft. Mein Musikgeschmack variiert hier je nach Stimmung und Situation.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?

Um aus einem „Krea-Tief“ zu kommen, nehme ich mir gerne etwas Abstand von den Projekten und gehe dann mit frischem Kopf wieder ans Werk (da können dann gerne auch mal ein paar Tage dazwischen liegen).

Kreativität kann man nicht erzwingen und es gibt gute, als auch schlechte Tage – so wie in allen Bereichen des Lebens. Davon darf man sich nicht verunsichern oder entmutigen lassen.

Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Um meine Arbeiten zu präsentieren, nutze ich gerne Social Media sowie Online-Portfolios wie Behance. Auch Freunde, Familie und zufriedene Kunden empfehlen einen gerne weiter.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Wichtig ist, dass man sich von vornherein nicht allzu viel Druck und Stress machen sollte. Und wenn man dann ein Thema wählt, das einem viel bedeutet oder man sich damit gut identifizieren kann, dann wird das einem auch noch mal zusätzlich viel Freude und Spaß bringen, die Abschlussarbeit zu erstellen.
 
Seid mutig, probiert euch aus, stellt euch eigene Herausforderungen und wachst über euch selbst hinaus. 🙂

Die Idee

Die grobe Idee hierzu schlummerte in mir schon weit vor der Abschlussarbeit, als ich Anfang des Jahres 2023 nach über 12 Jahren wieder einmal das Ursprungsland meiner Eltern besuchen konnte. Durch die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die ich sammeln konnte, war mir klar, dass ich etwas in Verbindung zu Vietnam erstellen wollte. Dass es am Ende dann ein Gin geworden ist, war auch für mich überraschend, aber dieser „Schnapsidee“ wollte ich nachgehen und schlussendlich ausarbeiten.

Das Thema meiner Abschlussarbeit war dann somit ein fiktiver, vietnamesischer Gin, der exklusiv in Vietnam hergestellt werden soll.

hcd_OriGin_making_of_1

Das Konzept

Bei meinem Gin mit dem Namen „Ori•Gin“ war mir wichtig, dass das Branding hochwertig wirkt und aus der Masse hervorsticht.

hcd_OriGin_making_of_2

Ori•Gin leitet sich ab aus den Wörtern „Original“ und „Gin“ – aus denen zusammen das Wort „Origin“ entsteht, was übersetzt „Ursprung“ bedeutet und somit den Ursprung meiner Eltern, sowie den des Gins widerspiegelt.

Die Vision für Ori•Gin in Vietnam ist es, eine führende vietnamesische Gin-Marke zu werden, die für ihre einzigartigen Aromen, hochwertigen Zutaten und ihre Verbindung zur vietnamesischen Kultur und Natur bekannt ist.

hcd_OriGin_making_of_5

Die Bildwelt

Mir war von Anfang an klar, dass ich für die Visualisierung des Gins keine 08/15 Flaschen-Mock-ups verwenden wollte. So habe ich mir selbst die Herausforderung gestellt, ansprechende Produktfotografien zu erstellen. Also habe ich mich dann auf die Suche nach passenden Flaschen gemacht, die sich von der typischen Flaschenform abhebt.

hcd_OriGin_making_of_3

Im nächsten Schritt habe ich mir überlegt, wie ich die Gin-Dummys erstellen und inszenieren kann, um zu meinem Wunschergebnis zu gelangen.

Behind the Scenes

Gibt es den Gin nun wirklich oder wie habe ich die Flaschen präpariert, damit es so realitätsnah aussieht?

hcd_OriGin_making_of_bildbearbeitung_nachher

Nun, die Flaschen sind einfach mit Leitungswasser gefüllt und bei der Sonderedition des Gins habe ich den Inhalt mit Wasserfarbe eingefärbt, damit der Inhalt die schöne rosa Farbe bekam. Die Etiketten habe ich auf Stickerpapier ausgedruckt und auf die Flaschen geklebt. Anschließend, mit einer goldenen Folie dem Ganzen den Feinschliff verpasst. So entstanden die Flaschen und ich konnte ein „fertiges“ Produkt in Händen halten.

hcd_OriGin_making_of_0

Für die Stimmungsbilder bin ich auch noch mal kreativ geworden und habe mit ein bisschen Garnitur, Fake-Eiswürfel, Sprudelwasser und Saft die Cocktails „gemixt“ und so meinen Bildern eine Note Echtheit eingehaucht.

hcd_OriGin_making_of_4

Fazit

Als bereits ausgelernte Mediengestalterin habe ich mich für das einjährige Fernstudium entschieden, da ich seit einigen Jahren nicht mehr viel im kreativen Gestaltungsbereich arbeite und mich sehr „out of the loop“ gefühlt habe und mir das kreative Schaffen somit sehr gefehlt hat.

Der Kurs hat mir in den ersten Monatsmodulen sehr geholfen, meine Kenntnisse wieder aufzufrischen und in den letzten paar Modulen auch wieder neues Wissen vermittelt. Der Kurs hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Liebe und das Gespür zur Gestaltung (insbesondere dem Thema Branding) wieder entfacht.

testimonials_ofg_huy

Huyen-Chau Do
OfG-Absolventin / Grafikdesign
instagram.com/heartcreations.design


Sollten Sie Interesse am Grafikdesign-Kurs oder weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns!