Making of an der OfG Grafikdesign Onlinekurs

Meine Abschlussarbeit in Grafikdesign an der OfG: „Nachhaltiger Origami-Kalender“

In ihrer Abschlussarbeit im Bereich Grafikdesign hat OfG-Absolventin Andrea Gruber den Fokus auf Umweltkommunikation und ökologisches Design gelegt, um einen nachhaltigen Kalender zu schaffen, der über das Jahr hinausgeht. Anstatt im Müll zu landen, verwandelt sich dieser Kalender nach Ablauf in faszinierende Origami-Kunstwerke. Er wird auf Bestellung gedruckt, um Verschwendung zu vermeiden, und auf umweltfreundlichem Graspapier mit ökologischen Farben produziert. Dieser Kalender ist nicht nur funktional, sondern erzählt eine Geschichte des Umdenkens und der Wiederverwertung, die wir hier gerne teilen möchten.

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Für mich ist es wichtig immer ein Notizbuch oder ein paar Zettel zur Hand zu haben, um erste Ideen oder Konzepte festzuhalten. Die Umsetzung erfolgt dann je nach Projekt mit unterschiedlichen Programmen. Wenn der Schwerpunkt auf der Illustration liegt, arbeite ich entweder mit Procreate oder mit Adobe Illustrator.
 
Bei einem fotografischen Projekt schnappe ich mir meine Kamera und versuche die Stimmung bestmöglich einzufangen bzw. im Nachhinein mit Lightroom und Photoshop herauszuarbeiten. In Adobe InDesign, Adobe Premiere, After Effects und Canva ergänzen die Programmpalette.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Bei einem Projekt ist es für mich wie bei einem Bauwerk. Man muss lange beim Fundament verweilen, damit es stabil ist. Deswegen ist die Recherche ein wesentlicher Teil bei meiner Arbeit.
 
Ich versuche tief in ein Thema einzutauchen, es von vielen Perspektiven aus zu betrachten und erst einmal Fakten zu sammeln. Dann startet die kreative Phase mit Moodboards, Mindmappings und ersten Skizzen. Daraus ergibt sich die Basis für die Umsetzung am Computer und hier erfolgt dann auch der Feinschliff.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?

Das kommt auf die Phase im Designprozess an. Wenn ich noch recherchiere und Inspiration suche, dann mag ich gerne energiegeladene Musik. Im Umsetzungsprozess – also, wenn es an die Details geht – mag ich lieber etwas Ruhiges und Entspannendes, bei dem ich mich auch gut konzentrieren kann.

Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?

Da gibt es bei mir 2 Wege. Entweder ich tauche tiefer in das Thema ein und suche mir neue Inspiration, oder ich lasse es einfach ruhen und beschäftige mich mit etwas Anderem. Manchmal ist auch eine Kombination von beidem sehr hilfreich.

Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Momentan nur über meinen LinkedIn-Account und mein Behance-Portfolio. Das ist also noch ausbaufähig 😉
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Wechselt die Perspektive auf euer Projekt! Betrachtet die Arbeit nicht nur vom Standpunkt des Designers aus, sondern versetzt euch auch in die Nutzer/die Zielgruppe hinein. Findet man sich gut zurecht, gibt es eine klare Struktur und sind die Intentionen, die dahinterstehen, auch für Nicht-Designer klar erkennbar?
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Das Konzept

Da ich mich auf den Bereich Umweltkommunikation und ökologisches Design spezialisieren möchte, habe ich dies in meine Abschlussarbeit einfließen lassen und einen nachhaltigen Kalender gestaltet.

Das Projekt basiert auf dem Konzept von Re-Use. Normalerweise verliert ein Kalender nach einem Jahr seinen Nutzen und wird achtlos in den Müll entsorgt. Mein Kalender findet durch Origami ein zweites Leben. Er ist als Print-on-Demand-Produktion geplant und wird nur auf Bestellung gedruckt. Deswegen hat die Kommunikationskampagne im Vorfeld eine besonders große Bedeutung.

Auch bei der Produktion selbst wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Der Druck erfolgt auf Graspapier Vivus 90 g mit ökologischen Farben.

Die Gestaltung

Die verwendeten Farben wurden aus einem Landschaftsfoto extrahiert und etwas adaptiert. Bei den Formen besteht ein Großteil aus einfachen Linien, die durch ihre Farbe und Orientierung zum gestalterischen Element werden.

Farbkonzept

Als betonendes Element habe ich ein Sechseck gewählt. Seine Mischung aus geometrischer Form und Naturform (Bienenwabe) passt perfekt zu der Ordnung der Linien und dem ökologischen Umweltgedanken im Hintergrund.

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Die Kommunikation

Auch die Bildsprache in den Mockups und den Werbekampagnen orientiert sich an der Natürlichkeit. Ich habe einen Vintage-Stil gewählt, der träumerisch, ruhig und etwas verspielt ist. Der Umweltgedanke wird dadurch ebenso transportiert, wie die Freude und die Magie, die in jedem einzelnen Kalenderblatt steckt. Die Leser werden mit „du“ angesprochen um die Bodenständigkeit und Nähe auch über die Sprache zu vermitteln.

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Die Umsetzung

Nach der Entscheidung über das Material und ein Konzept für mein Layout war der nächste Schritt die Auswahl der Origami, die im Kalender zu finden sind. Hierfür war es mir wichtig, dass das Origami in einem Bezug zum Monat steht.

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So gibt es z. B. im Januar einen Fuchs, weil das die Paarungszeit der Füchse ist. Oder im Februar findet sich ein Papagei, passend zur Faschingszeit. Nach dem Falten und Einzeichnen der Linien wurden die einzelnen Origami digitalisiert und ich konnte das Layout im Detail gestalten.

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Vorher-Nachher Vergleich

Ein kurzer Einblick

Digitale Anwendungen

Sobald der Kalender sein endgültiges Aussehen erlangt hat, folgten die Webseite und die Werbung. Hierbei war es mir wichtig, dass alle wesentlichen Informationen enthalten sind, der Betrachter aber nicht überfordert wird.

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Das Schlüsselwort dazu ist die Balance – zwischen dem Wecken von Emotion und gleichzeitiger Reduktion.

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Fazit

Mein Kalenderprojekt bildet für mich den Abschluss eines sehr spannenden und lehrreichen Jahres. Ein herzliches Danke an die OfG, dass sie es ermöglicht berufsbegleitend eine hochwertige Grafikausbildung absolvieren zu können! Es war für mich eine große Freude, diesem Herzensprojekt Leben einzuhauchen. Und ich hoffe sehr, dass ich in meinem Berufsalltag noch viele nachhaltige, ökologisch und grafisch wertvolle Ideen realisieren darf.

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Andrea Gruber
OfG-Absolventin / Grafikdesign
linkedin.com/in/agruber3
behance.net/agruber


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