Meine Abschlussarbeit in Grafikdesign an der OfG: „seefood“
Ein paar Fragen zum Einstieg:
Ich arbeite fast ausschließlich digital, erstelle Moodboards, aus denen sich die Ideen dann immer stärker herauskristallisieren. Meine engsten Vertrauten sind dabei Adobe XD, Adobe Photoshop, Adobe Illustrator und Adobe InDesign.
Lofi, Placebo und mein guter Freund Phil Collins sind immer dabei.
Zähneputzen und Duschen bringen bei mir die besten Ideen. Wenn ich das schon durch hab, dann kommen die meisten Ideen beim Arbeiten. Aus meiner Erfahrung muss man einfach weiterarbeiten, dann kommen neue Ideen von ganz allein.
Jetzt, wo ich in die Selbstständigkeit wechsle, definitiv wieder über Webseite, Instagram und LinkedIn, da ich überzeugt davon bin, mit diesem Triangle an gute Leads zu gelangen, die dann hoffentlich zu spannenden Aufträgen führen.
Das wichtigste ist ganz klar die Idee und ein gutes Storytelling, das ist die halbe Miete. Wenn das geschafft ist, hilft eine strukturierte Planung mit passendem Zeitmanagement immer, um ans gewünschte Ziel zu kommen.
Die Idee
Mein Ziel war es eine Idee zu finden für die Grafikdesign-Abschlussarbeit, die ein aktuelles Problem thematisierte und grafisch viele Möglichkeiten und Richtungen zuließ. Da die Aufgabe hier die Erstellung eines Corporate Designs war, wollte ich einen 360 Grad Gedanken schaffen, vom Produkt, über Werbemittel bis hin zur Webseite. Der Ansatz sollte visuell auffallen, aber minimalistisch sein.
Gefühlte zwanzig Moodboards später bin ich dann bei einem Produkt für veganen Fisch gelandet – also ein Fischprodukt, das wie ein solches, aussieht, schmeckt und eben komplett vegan ist. So konnte ich dann alles noch mal detailliert zusammentragen, mit einer genauen Vorstellung wie das Endergebnis aussehen sollte und mich direkt an die Umsetzung gemacht.
Der Anfang
Zuerst war es wichtig zu unterteilen, welche Ergebnisse ich am Ende haben möchte: Ein Logo, dass den Kern der Brand widerspiegelt, signifikante visuelle Elemente, die immer wieder im Corporate Design auftauchen und das Grunddesign der Produkte.
Somit war der erste Schritt, das Logo zu gestalten, dass eine Fischflosse symbolisieren sollte, bestehend aus vielen Linien, die sich ineinander verweben.
Aus diesem Prinzip heraus entstand dann ebenfalls das Corporate Pattern, dass sich wie ein roter Faden durch das gesamte Konzept zieht.
Das Produktdesign sollte auf das Minimum in der Aussage reduziert sein, sodass man auf den ersten Blick erkennt, um welche Produkte es sich handelt, gleichzeitig aber sollten alle Produkte im Gesamten eine Bildsprache sprechen.
Ich hatte mich dann hier für drei unterschiedliche Produkte entschieden – Thunfisch, Sardinen und Tintenfisch.
Für die einzelnen Fisch-Visuals wollte ich einen Look entwickeln, der die Fische wie „geröntgt“ aussehen lässt – um widerzuspiegeln, dass es sich um keinen richtigen Fisch handelt, sondern um vegane Ersatzprodukte. Quasi völlige Transparenz. Hierfür habe ich dann zwei Layer übereinander gelegt, wobei die oberen Layer farbig und transparent, die untere schwarz weiß ist. Außerdem habe ich beide Layer leicht verzogen, sodass sie nicht direkt übereinander liegen. Diese wurden dann diagonal in einem Muster angeordnet. So entstand dann das gesamte Design der einzelnen Fischdosen.
Fazit
In meinen 6 Monaten habe ich ganz besonders gelernt, mich für einen roten Faden zu entscheiden und diesen dann weiterzuverfolgen und detailliert auszuarbeiten. Klar ist aber, dass es nach der OfG erst richtig losgeht und man sich stetig in allen Adobe Programmen weiterentwickeln muss, um stets im Zeitgeist zu bleiben.
Sven Riese
OfG-Absolvent / Grafikdesign
https://www.instagram.com/svenriese
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