Ein paar Fragen zum Einstieg:
Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Anfertigen von Moodboards: Für Moodboards nutze ich Stoffreste und ältere Ausgaben der Vogue-Zeitschrift. Dazu kommen Scheren, Stifte, Papier und Kleber, um Kombinationen zu arrangieren und die Inspirationen visuell festzuhalten.
Skizzen: Zum Skizzieren arbeite ich mit einem Zeichenblock, verschiedenen Stiften und Aquarellfarben. So kann ich Entwürfe frei entwickeln und farblich ausarbeiten.
Schnitterstellung: Die Schnitterstellung findet klassisch statt. Ich verwende Schnittpapier, Papierscheren, Stifte, Lineale und ein Maßband. Unter Verwendung dieser Werkzeuge können exakte und tragbare Schnitte angefertigt werden.
Nähen: Mein Setting zum Nähen besteht aus einer Nähmaschine sowie einer Overlock. Zur Seite steht mir dabei auch eine Schneiderbüste. Außerdem arbeite ich mit Stoffscheren, Linealen, Maßbändern, Stecknadeln und Schneiderkreide, um Stoffe präzise zuzuschneiden und zu verarbeiten.
Nicht zu vergessen: mein Bügelbrett mit Bügeleisen.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Ich lasse mich gerne mal von einem Museumsbesuch inspirieren. Kunst und Ausstellungen eröffnen neue Perspektiven. Die Natur, neue Umgebungen sowie Reisen und andere Länder spielen mitunter eine Rolle bei der Ideenfindung. Gedanken und Eindrücke halte ich in einem Skizzenbuch fest, das als Ideensammler dient. Zusätzlich nutze ich Zeitschriften, Stoffe und Materialien sowie das Internet, um visuelle Inspirationen zusammenzutragen.
Nach der kreativen Ideensammlung stelle ich die Eindrücke in einem Moodboard zusammen, um meine Ideen zu strukturieren, woraus sich dann Schritt für Schritt ein Konzept entwickelt.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Tatsächlich höre ich beim Arbeiten, sei es während der Ideenphase, beim Skizzieren oder beim Verarbeiten der Modelle keine Musik.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Bei kreativen Blockaden mache ich bewusst Pausen und versuche, nichts zu erzwingen. Abstand hilft, den Kopf frei zu bekommen, um neue Energie zu sammeln. Danach kommen neue Ideen und der kreative Prozess setzt wieder ein.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Ich präsentiere meine kreativen Arbeiten zunächst über Moodboards und Skizzen, um das Konzept und die Idee dahinter verständlich zu machen. Darauf aufbauend nutze ich Bilder aus Shootings, die das Design visuell in Szene setzen. Ergänzend erstelle ich Videos, um Bewegung, Stimmung und Details besser zu vermitteln.
Die Shootings sind dabei immer thematisch auf das jeweilige Konzept abgestimmt, um eine klare und stimmige Präsentation der Arbeit zu gewährleisten.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Mein Tipp ist, kreativ zu bleiben und den eigenen Ideen zu vertrauen. Einfach loszulegen und nicht auf den perfekten Moment zu warten. Durchs Machen entwickelt sich das Projekt.
Die Idee
Das Konzept der Kollektion „Golden Shells – Pearls in Motion“ basiert auf der natürlichen Schönheit des Meeres und seinen symbolischen Elementen. Zentrale Inspirationsquelle ist die Muschel als schützende Hülle und die Perle als ihr kostbarer Kern.
Diese Bildsprache wird auf die moderne Frau übertragen: ruhig, stark, feminin und zugleich wandelbar. In der Kollektion werden Sommereindrücke durch die Auswahl von natürlichen Materialien sowie Häkeloptiken, Perlenverzierungen und dezenten Goldtönen vermittelt.
Die Designs zeichnen sich durch klare, fließende Silhouetten und eine reduzierte, luxuriöse Formsprache aus. Verwendet werden hochwertige Materialien wie Baumwolljersey, Leinen und goldschimmernde Lurexfäden, die Leichtigkeit und Eleganz vereinen.
Aufwendige Details wie Muscheln und Perlen setzen gezielte Akzente und verleihen jedem Look Individualität und Tiefe.
Die Kollektion umfasst drei vollständige Outfits mit passenden Accessoires, die sich mühelos vom Tag bis in den Abend tragen lassen – vom Strandspaziergang über den Stadtbummel bis hin zum Dinner bei Sonnenuntergang.
Video der Kollektion
Im Video erhält man einen Einblick in die Kollektion.
Fazit
Insgesamt ist das Online-Fernstudium eine tolle Erfahrung, die einen fachlich und persönlich weiterbringt. Die einzelnen Module des Studiums sind strukturiert aufgebaut und lehrreich, sodass Schritt für Schritt alle Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, die ein Designer benötigt. Die Kombination aus praktischer Arbeit und theoretischem Wissen ist gut aufeinander abgestimmt. Ich kann das Fernstudium auf jeden Fall weiterempfehlen, es bietet eine ideale Grundlage für alle, die kreativ sind und sich in Richtung Modedesign entwickeln möchten.