Karin-Meyer_Haussner Dozentin an der OfG für Grafikdesign

OfG-Dozenten im Fokus: Karin Meyer-Haussner

„Design verbindet, vermittelt, kommuniziert … und macht glücklich!“

Wir freuen uns, Karin Meyer-Haussner als Dozentin für unseren staatlich zugelassenen Onlinekurs Grafikdesign vorzustellen. Sie kümmert sich um Analysen und Fachfragen im Support und bringt dabei eine beeindruckende Bandbreite an Erfahrungen und Wissen mit.

Karin absolvierte ihre Ausbildung in Basel und Mannheim und ist Diplom-Designerin sowie zertifizierte Webdesignerin. Ihre berufliche Laufbahn führte sie durch verschiedene Design-Büros und Full-Service-Agenturen, wo sie als Grafikdesignerin, Kundenberaterin, Kreativdirektorin sowie Projekt- und Teamleiterin tätig war. Zusätzlich sammelte sie wertvolle Erfahrungen im Corporate Marketing auf Unternehmensseite.

Seit vielen Jahren gibt Karin ihre umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen aus Design und Kommunikation als Dozentin weiter. Wir sind stolz, Karin in unserem Team zu haben und freuen uns über den wertvollen und kreativen Mehrwert, den sie unseren Teilnehmenden bietet.

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Liebe Karin, wir starten mit ein paar Stichpunkten, auf die du bitte assoziativ antwortest:

  • Lieblingstools? InDesign. Die professionelle und fundierte Schulung, die ich zu diesem Programm erhielt, hat wohl nachhaltige Spuren hinterlassen. Es macht einfach Freude, damit zu arbeiten.
  • Lieblingsfarbe? Orange – bitte schön knallig: Pantone Orange 021 – gerne auch als ungemischte Wandfarbe im Wohnumfeld.
  • Lieblings-Font: FFDIN. Klar, schlicht, zeitlos. Und mit Charakter.
  • Lieblings-Branding: 4711. Sicher nicht die Schönheitskönigin unter den Logos und erst recht keine olfaktorische Offenbarung, aber ich finde den historischen Ursprung und die gestalterische Entwicklung des Logos spannend. Auch, weil Ziffern als Wort-Bild-Marke selten sind.
  • Lieblings-Webseite? miniature-calendar.com ... Kreativität pur! Auf die leichte und unterhaltsame Art.
  • Lieblings-Künstler? Ludwig Mies van der Rohe (Architekt). Weniger ist mehr!
  • Lieblingszitat? „Wer nicht genau weiß, wohin er will, der darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“ (Mark Twain). Dieses Zitat passt so wunderbar auch zur visuellen Kommunikation.
Vita

Ich habe in Basel und Mannheim meine Ausbildung absolviert. Ich bin Diplom-Designerin und zertifizierte Webdesignerin, habe in Design-Büros und Full-Service-Agenturen gearbeitet. Als Grafikdesignerin und später auch als Kundenberaterin, Kreativdirektorin, Projekt- und Teamleiterin.

Auch berufliche Erfahrungen auf Unternehmensseite im Corporate Marketing sind Teil meines beruflichen Werdegangs. Ich finde es spannend, meine Erfahrungen aus Design und Kommunikation aus dem realen, beruflichen Umfeld auch als Dozentin weiterzugeben.

Damit habe ich vor Jahren an der Hochschule Offenburg begonnen, heute arbeite ich für die OfG.

Auszeichnungen, Preise, Kunden etc.

Kommunikationskonzepte im Bereich Corporate Design und B2B-Marketing sind meine Tätigkeitsschwerpunkte. Vorrangig begleiteten mich „erklärungsbedürftige“ Produkte.

Ich mag die Herausforderung, mich in komplexe Themengebiete einzuarbeiten und eben jene Produkte so zu zeigen, dass sie leicht verstanden werden. Beispielsweise für international agierende Medizintechnik-Hersteller, für den Pharma- und IT-Bereich.

Was hat dich dazu inspiriert, einen kreativen Beruf zu ergreifen?

Die Liebe zum Malen und Zeichnen. Als 5-Jährige überließ ich die Gäste meiner Kindergeburtstagsfeier höchst unhöflich sich selbst; denn die just als Geschenk erhaltenen Filzstifte erschienen mir spontan reizvoller … ich wollte sie SOFORT ausprobieren. Bereits als Kind hatte ich einen enormen „Verbrauch“ an Papier und Stiften.

Auch wenn es nicht einfach war, einen Studienplatz zu finden – nach dem Abi stand meine Berufswahl fest: Grafikerin.

Wie bist du zur OfG gekommen?

Ich habe die OfG vor vielen Jahren im Rahmen einer Weiterbildung an der OfG kennengelernt und konnte dort bereits Einblicke in die didaktische Grundstruktur der Kurse erhalten. Ich bin vom Erfolg des OfG-Lernkonzeptes überzeugt und kann die OfG somit auch aus eigener Erfahrung empfehlen.

An der Tätigkeit für die OfG gefällt mir besonders das Engagement der Teilnehmenden. Die Aussicht, hier auf durchweg engagierte und „freiwillig“ Lernende zu treffen, die den jeweiligen Kurs- und Themenbereich ganz gezielt für sich wählen, fand ich besonders motivierend.

Mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung und langjähriger Erfahrung als Dozentin entwickelt man ein ganz gutes Gespür dafür, wie Theorie und Praxis kombinierbar sind. Diesen Aspekt bei der OfG als Dozentin einbringen und den eigenen Erfahrungsschatz teilen zu dürfen, das empfinde ich als spannend und bereichernd.

Wie sieht dein typischer kreativer Prozess aus, und wie kommst du über kreative Blockaden hinweg?

Es klingt simpel und eher nüchtern: Ich brauche einen freien, sehr aufgeräumten Schreibtisch. Dann zunächst nur Papier und Stift (Computer und Software kommen selten sofort zum Einsatz). Und dann: Einfach anfangen! Den ersten Schritt in Richtung Projekt tun und dann einen Fuß vor den anderen setzen … so kommt man automatisch ins Laufen.

Ich bin (Check-)Listen-Fan. Damit schaffe ich mir eine gute Arbeitsbasis und hilfreiche Orientierungspunkte. Hierdurch arbeite ich effektiv und das liefert wiederum zeitliche Freiräume, die ich für die kreativen Phasen gut nutzen kann. Und ganz nebenbei bemerkt: Gute Organisation beinhaltet erstaunlich viele kreative Aspekte. Zudem hält sie die Stresskurve bei Projekten und anstehenden Deadlines vergleichsweise flach.

Etwaigen kreativen Blockaden begegne ich auf unterschiedliche Weise: Auf der Suche nach „dem roten Faden“ helfen mir häufig Stichwort- und Argumentationslisten. Und natürlich darf auch Inspiration aus dem Internet hin und wieder nicht fehlen – gerne auch als kleine Moodboard-Sammlung. Oder einfach mal der Blick in bewusst andere Design-Welten (Architektur, Kunst, Mode, ...). Was außerdem häufig hilft: Ein kurzer Ortswechsel, weg vom Schreibtisch in einen anderen Raum oder nach draußen – den Blick ins Grüne richten. Ein Austausch mit Kolleg:innen, eine kurze Pause.

Was sind persönliche Projekte oder Hobbys von dir?

Innenarchitektur und Möbeldesign. Ich entwerfe einen Großteil meiner Möbel selbst. Innenarchitektur in Kombination mit einer Schreinerlehre wäre aus heutiger Sicht eine berufliche Alternative gewesen.

Was oder wer inspiriert dich oder ist ein Vorbild?

Otl Aicher, Alberto Alessi, Celestino Piatti, Albert Exergian

Welchen Kurs betreust du?

Vorrangig den Grafikdesignkurs. Die Betreuung umfasst die Analyse von Arbeiten, den täglichen Support der Teilnehmenden per E-Mail und die Pflege und Aktualisierung von Kursinhalten.

Was ist dir besonders wichtig bei der Vermittlung von Wissen an die Kursteilnehmer?

Im Laufe der Zeit haben sich für mich zwei Dinge herauskristallisiert.

Punkt 1: Ich denke, es ist für die Arbeit als Grafikdesigner sehr wichtig, Kritikfähigkeit zu entwickeln. Ich möchte zeigen, wie fördernd konstruktive Kritik für die eigene gestalterische Arbeit sein kann. Ein wertschätzender Umgang mit der kreativen Arbeit der Kursteilnehmenden ist dabei oberstes Gebot. Genauso wie Klarheit beim Aufzeigen von Fehlern und Verbesserungsoptionen. Es geht nicht um das Vorzeichnen einer gestalterischen Lösung. Ich möchte die Lernenden in die Lage versetzen, Lösungsmöglichkeiten selbst zu erkennen – und so ihren eigenen, gestalterischen Weg zu beschreiten.

Punkt 2: Nach meinem Verständnis ist Grafikdesign nicht das Ergebnis einer „kreativen Dusche“, sondern das Resultat einer strukturierten Herangehens- und Arbeitsweise. Teil dieser Struktur sollten dabei selbstverständlich auch immer wieder experimentelle und freie Arbeitsphasen sein.

Auch die Auseinandersetzung mit anderen kreativen, nicht zwingend grafischen Themen liefert immer wieder einen Blick über den eigenen Tellerrand.

Wie siehst du die Zukunft eines Fachbereichs und welche Kompetenzen betrachtest du als zunehmend entscheidend dafür?

KI wird im grafischen Umfeld rasant an Bedeutung gewinnen. Umso wichtiger ist es, dass es auch weiterhin oder sogar verstärkt Designerinnen und Designer gibt, die mit fundiertem grafischem und typografischem Wissen und entsprechender Erfahrung diese Einflüsse professionell begleiten, bewerten und zielgerichtet anwenden und steuern.

Neue grafische Berufsfelder tun sich auf – sehr spannende Zeiten ...

Wie bleibst du selbst neugierig und motiviert, dich ständig weiterzubilden?

Als Grafikdesignerin ist man stets gefordert, neue Themen und Projekte zu verstehen und zumindest bis zu einem gewissen Tiefegrad zu durchdringen. Ohne diese Fähigkeit und den Willen dazu gelingt gute visuelle Kommunikation nicht. Lebenslanges Lernen gehört somit für mich zum Teil des Berufs.

Ich habe oft erlebt, dass Themen, die mir zunächst wenig interessant oder sogar langweilig erschienen, ziemlich spannend wurden, je mehr ich darüber erfuhr. Lernen dürfen ist ein Geschenk – das ist uns nicht immer bewusst.

Gibt es Trends oder Entwicklungen, die du spannend findest?

Entwicklungen in der modernen Architektur liefern immer wieder tolle Inspirationen auch für das grafische Arbeiten. Statik und Konstruktion lassen sich oftmals auch auf Grafikdesign-Themen und -Projekte übertragen.

Gibt es ein Thema, das wir nicht angesprochen haben, das dir am Herzen liegt?

Der Stellenwert von Design allgemein:
Design wird manchmal als „überflüssig“ oder als „nicht so wichtig“ erachtet. Das Gegenteil ist der Fall: Design verbindet, vermittelt, kommuniziert … und macht glücklich! Nicht nur den Designer, die Designerin. Die Freude am Betrachten schöner Dinge bereichert und erfreut, liefert Lebensqualität. Design kann aus Alltäglichem etwas Besonderes machen. Gutes Design vermittelt Wertschätzung. Gutes Design unterstützt Nachhaltigkeit. Heute wichtiger den je.

Was möchtest du der OfG-Community und zukünftigen Studierenden noch mit auf den Weg geben?

Geht mit offenen Augen durch die Welt. Denn selbst die ganz alltägliche Umgebung liefert so viel an grafischer und kreativer Inspiration. Versucht immer wieder zu benennen und zu formulieren, weshalb euch ein Design gefällt … oder weshalb nicht. Auge und Argumentationsvermögen werden geschult. Und das dient letztlich der eigenen Entscheidungskompetenz und einem souveränen Auftreten dem Kunden gegenüber.

Außerdem: Wer zu Chaos neigt, sollte es einmal mit Ordnung und Organisation versuchen. Und wer überstrukturiert und etwas verkopft an Dinge herangeht, sollte sich ab und zu mal ins Unbekannte und Experimentelle wagen.

Karins Arbeiten (Auszüge)

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Referenzbilder_KMH_05
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Referenzbilder_KMH_10

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