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Meine Modulaufgabe in Modedesign an der OfG: „Nuits Tropicales – Eine Rock-Kollektion“

Bei der Aufgabe M4 aus dem Modedesignkurs, eine eigene Kollektion von Röcken zu gestalten, wurde OfG Teilnehmerin Susanne Jung-Klotz durch Inspiration aus der Filmwelt angetrieben. Schwarz-weiße Filme und glamouröse Showgirl-Outfits fanden ihren Platz in dieser Kollektion. Gleichzeitig wurde die afrikanische Mode zur Quelle der Kreativität, wo bunte Stoffe und die Handwerkskunst der Menschen ihre Arbeit beeinflussten. Dies ist das Making of einer inspirierenden Reise, die Mode und Film in einer einzigartigen Fusion vereint.

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Zu Hause habe ich ein kleines Atelier, in dem ich nähen und zuschneiden kann. Dazu gehören meine Schneidematte, eine Modepuppe, meine alte Nähmaschine von Medion und meine Overlock von Singer.
 
Ansonsten wichtig für das Studium sind mein Laptop, mein Handy und natürlich der Skizzenblock! Den sollte man am besten immer mit dabeihaben.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Meistens beginne ich schon am Anfang des Monats mit einem Moodboard, dass ich über das komplette Modul hin weiterführe. Oft benutze ich dazu auch Pinterest, da mir nicht immer genug Materialien zur Verfügung stehen. Gleichzeitig habe ich ein Skizzenbuch, in dem ich meine Ideen schnell zeichnen kann.
 
Wenn eine erste Idee da ist, hilft es manchmal auch sich einen Stoff zu schnappen und ihn an der Puppe zu drapieren.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Das kommt ein wenig auf meine Laune an. Zum ruhigen Arbeiten mache ich das neue Taylor Swift Album an, zum Nähen eher etwas Fröhliches wie Afro-Pop.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Auch wenn es blöd klingt, am besten hilft mir einfach anzufangen und auszuprobieren. Dabei versuche ich mich gar nicht so genau auf mein Thema oder meine Vorgaben zu konzentrieren. Ich mache einfach was und am Ende sind unter zehn Entwürfen fünf dabei, die mir gut gefallen. Wenn wirklich gar nichts geht, lasse ich die Arbeit ein paar Tage liegen, bis ich etwas entdecke, was mich inspiriert.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Am Ende eines jeden Monats mache ich ein kleines Shooting und die Ergebnisse davon veröffentliche ich meistens auf meinem Instagram. Eine eigene Page für mein Modedesign zu machen habe ich mich bisher noch nicht getraut.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Keine Zweifel haben und einfach loslegen! Fangt auf keinen Fall an mit der Frage „Kann ich das eigentlich nähen?“ Das schränkt euch nur ein und am Ende bleibt ihr in eurer Komforts Zone.
 
Es geht nicht darum, von Anfang an, perfekt zu sein, es geht darum, kreativ zu sein, seinen Stil zu finden und etwas zu lernen!

Die Idee

Im vierten Modul war unsere Aufgabe eine Kollektion aus Röcken zu entwerfen und einen davon zu schneidern. Als Inspiration dazu sollten wir Filme wählen. Also habe ich zunächst mit einem Moodboard begonnen, mit Filmen und Schauspielerinnen, die mich inspirieren, neues entdeckt und altes verworfen.

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Am meisten inspirierten mich schwarz weiß Filme und Showgirl-Outfits wie in dem Musikfilm „Ziegfeld Girls“. Gleichzeitig lässt mich aktuell die afrikanische Mode nicht los. Im Moment lebe ich im sonnenverwöhnten Togo an der Küste Westafrikas. Die Kreativität der Menschen und die buntgemusterten Stoffe stecken in allem, was ich mache.

Das Vorgehen

Meine Idee war es, Röcke mit „Show-Effekt“ zu kreieren. Sie sollten verspielt, verträumt und auf mehreren Ebenen interessant sein, ohne aber wie Kostüme zu wirken.

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Ich wollte Röcke designen, die für einen „Wow-Moment“ sorgen. Das Ziel war Vintage Hollywood Glamour mit einem soften tropischen Touch zu verbinden, ohne dabei in das „Exotische“ zu rutschen.

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Also wählte ich die Farbe meiner Wahl, in diesem Fall Aquarell und Buntstift, und begann mit meinen Skizzen. Mein Lieblings-Ergebnis habe ich dann umgesetzt.

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Zunächst habe ich den Stoff dafür wählen müssen. Von einem alten Nähprojekt hatte ich noch Teile übrig und mein zweiter Stoff ist ein alter Vorhang, den ich auf dem Flohmarkt gekauft habe. Hier in Westafrika landet die Altkleidersammlung aus Europa, Afrika und Asien. Für mich ist es der perfekte Spielplatz, um Stoffe und gebrauchte Kleidung zu entdecken.

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Fazit

Nachdem alle Materialien vorhanden waren, konnte ich loslegen. Dazu habe ich an meiner Schneiderpuppe die Stoffe drapiert und abgesteckt, bis ich ein Ergebnis hatte, das mir besonders gut gefällt. Dann habe ich mich ans Nähen gemacht. Wie so oft ist dabei das ein oder andere Problem aufgetreten: In der Theorie beziehungsweise an der Puppe verhielt sich der Stoff am Ende anders als am Körper. Als kleinen Zusatz habe ich ein passendes Top dazu entworfen, mit einem gesmokten Rücken. Es war mein erster (größtenteils) erfolgreicher Versuch, mit einem Gummi zu smoken.

Probleme treten eigentlich fast immer auf. Davon sollte man sich aber nicht entmutigen lassen. Wie mir unsere Dozentin Frau Postweiler gesagt hat: Bis ein Kleidungsstück wirklich perfekt ist, bedarf es vieler Versuche.

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Susanne Jung-Klotz
OfG-Teilnehmerin / Modedesign
instagram.com/susan.and.the.city

Photocredits: Andrea Schubinger
instagram.com/montagsmalen


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