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Meine Modulaufgabe in Modedesign an der OfG: „Upcycling-Kollektion“

Entdecken Sie eine bemerkenswerte Upcycling-Kollektion! OfG-Teilnehmerin Imke Zurheide, hat im Modedesignkurs an der OfG eine einzigartige "New Denim" Kollektion geschaffen. Mit viel Kreativität und Leidenschaft hat sie alten Jeansstoff in individuelle Einzelstücke verwandelt. Diese faszinierende Kollektion spricht junge Männer und Frauen an, die Streetstyle und ausgefallene Mode lieben. Lassen Sie sich von dieser nachhaltigen und inspirierenden Kollektion begeistern!

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Für das Modedesignstudium arbeite ich viel mit meiner Nähmaschine, um die entworfenen Teile zu fertigen. Bevor dies allerdings geschehen kann, müssen erst die Idee, das Konzept und die Entwürfe her. Dazu nutze ich meinen Laptop, Papier und Stift, sowie weitere Materialien zur Gestaltung. Zudem habe ich eine spezielle Ausstattung zur Schnitterstellung (großes Schnittpapier, Lineale, Stifte, Maßbänder, Scheren …). Mein Arbeitsumfeld muss dabei aber immer aufgeräumt und strukturiert sein, damit ich klar denken kann und die benötigten Gegenstände schnell finde.
 
Im Bereich Modedesign ist man sehr flexibel in der Gestaltung. Deswegen arbeite ich gerne digital mit dem Laptop sowie auf herkömmliche Weise mit Papier und Stift. Diese Dinge kombiniere ich gerne in meinen Arbeiten und fasse sie zusammen, sodass eine Mischung entsteht.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Bei den Techniken wähle ich meistens individuell und spontan aus. Meine Ideen im Kopf geben mir meist schon ein Impuls, wie ich sie am besten darstellen kann. Je nach Projekt entscheide ich spontan, wie ich meine Entwürfe anfertige (digital, mit Bleistift, mit Aquarellfarbe, mit Buntstift, mit Markern …). Um Inspirationen nicht zu vergessen, mache ich gerne Screenshots oder Fotos und setzte diese später als Skizze entweder genauso um oder verändere Kleinigkeiten. Im laufenden Prozess kommen mir immer unzählige weitere Ideen, die ich mir dann rechts wegschreibe und später weiterverfolge. Jeder Tag gibt einem so viele weitere Inspirationen und die Vielfalt an Möglichkeiten ist sehr groß. Da muss man sich einen klaren Durchblick verschaffen, was Priorität hat und gegebenenfalls für ein laufendes Projekt von Relevanz ist.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Pauschal kann ich mich da gar nicht festlegen. Es kommt ganz auf die jeweilige Arbeit an. Während ich bei den Theorieteilen eher keine, bis nur sehr ruhige, entspannende Musik höre, darf es später bei der Umsetzung gerne etwas lauter werden. An sich höre ich aber alles gerne, egal ob Elektro, Pop oder House. Ganz wichtig ist die Abwechslung dabei. Schlager kann ich aber definitiv ausschließen 😉
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Wenn ich mal kreativ nicht weiterkomme, tausche ich mich sehr gerne mit Freunden oder meiner Familie aus. Es hilft immer sehr über ein Projekt und die Ideen zu sprechen, um weiterzukommen. Dabei ist es gar nicht wichtig, dass die andere Person selbst Ahnung von etwas hat. Gedanken und Probleme laut auszusprechen und jemanden zu haben, der zuhört, reicht mir ab und zu schon aus, dass ich wieder klarer denken kann. Ansonsten einfach kurz etwas anderes machen und sich nicht so viele Gedanken über das Projekt machen. Wenn man nur noch versteift an diese eine Sache denkt, kommt man meist nicht weiter. Außerdem versuche ich die Sachen auch mal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Dann öffnen sich meist noch weitere Möglichkeiten, die man am Anfang gar nicht bewusst auf dem Schirm hatte.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Wichtig ist, dass kreative Arbeiten ganz individuell vermarktet werden. Ich kann keines der Projekte, die ich bis jetzt bei der OfG gestaltet habe, gleich präsentieren. Ich finde, dass man sich bei der Präsentation zum Beispiel noch einmal sein Moodboard ansehen sollte, um nach der ganzen Arbeit, seine Grundinspiration und Wirkung nicht zu verlieren! Zur Veröffentlichung meiner Arbeiten nutze ich gern meine Instagramseite, die mir darüber hinaus auch ermöglicht, mich mit anderen kreativen Köpfen und Nähbegeisterten zu vernetzen. Die ganze Community dort ist sehr inspirierend!
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Die Abschlussarbeit steht mir erst noch bevor. Aber wenn ich schon mal daran denke, würde ich sagen, dass man am meisten an sich und seine Ideen glauben muss. Man sollte sich sicher sein und sein Konzept durchziehen. Es gibt so viele kreative Menschen und keiner ist so wie der andere. Kreativität ist etwas, wo es kein richtig oder falsch gibt. Mit seinen Arbeiten kann man viel zeigen und andere inspirieren! Dabei ist aber das wichtigste, dass man zufrieden ist und Spaß hat!
 
Hör auf dein Bauchgefühl, zeig, was du kannst und sei stolz drauf!

Die Idee

Die Kollektion „New Denim“ ist eine Upcycling-Kollektion, die sich auf die Verwertung von alten Denimteilen konzentriert. Kombiniert dazu werden weiße Basicteile, die aus Stoffresten gefertigt werden. Gefertigt werden individuelle Einzelstücke auf Maß, da die Materialauswahl jedes Mal anders sein wird. Als Zielgruppe sollen junge Männer und Frauen angesprochen werden, die gerne Streetstyle und ausgefallene Stücke tragen. Einige Teile der Kollektion sind genderneutral und dafür ausgelegt, von jedem Geschlecht getragen werden zu können.

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Die Umsetzung

Inspiriert wurde ich durch die Künstlerin Sonia Delaunay-Terk, die ihre Kunstwerke auch in Form von Kleidung umsetzte und bei der mir direkt das Thema Patchwork eingefallen ist. Als Farbpalette für die Denimteile dienen verschiedenste Blautöne, die mit einfachen weißen Stoffen kombiniert werden.

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Die Kollektion ist eher auf die Saison Frühling/Sommer ausgerichtet, kann aber auch durch weitere Kombinationen im Herbst/Winter getragen werden. Hiermit möchte ich Mode schaffen, die uneingeschränkt das ganze Jahr getragen werden kann und einen großen Nutzen bietet.

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Zudem habe ich mir die Wiederverwendung von Denim ausgesucht, da die Herstellung sehr viele Ressourcen verbraucht und viele benutzte Kleidungsstücke noch tragbar sind und trotzdem weggeschmissen werden. Denim hat eine hervorragende Strapazierfähigkeit, wodurch es zu einer langen Tragbarkeit und Beständigkeit meiner neuen Teile kommt.

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Um die bunten Farben der Künstlerin mit aufzugreifen und den Streetstylecharakter zu unterstreichen, habe ich eine Graffitiwand zur Präsentation gewählt. Aus alten, nicht mehr getragenen Jeans wurden neue Denim-Teile in einem modernen Streetstyle unter dem Motto „Denim is a Way of Life“ und somit entstand mein Kollektionsname: New Denim.

Fazit

Jedes neue Projekt macht wieder super viel Spaß! Jedes Modul ist immer wieder eine neue kleine Herausforderung, wodurch ich mich weiterentwickle und neue Seiten an mir entdecke. Es ist sehr cool, wenn man am Ende ein Kleidungsstück in der Hand hält, von dem man sagen kann, dass man das selbst gemacht hat.
Diese Upcyclingaufgabe finde ich ganz besonders, da man aus alten Sachen etwas Neues macht und man so alte Sachen vor dem Wegschmeißen rettet! Dieses Bewusstsein der Nachhaltigkeit wird immer wichtiger und mir ist bewusst geworden, dass es nicht immer komplett etwas Neues sein muss, damit man am Ende etwas Einzigartiges in der Hand hat. Genau dieser Aspekt zeigt das Gegenteil.

Ich freue mich schon sehr auf die Abschlussaufgabe und bin selbst ganz gespannt, was ich mit meiner Kreativität und dem Wissen, was ich bis dahin gesammelt habe, umsetzen werde!

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Imke Zurheide
OfG-Teilnehmerin / Modedesign
instagram.com/consiliz_/


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