Produktdesign Making of

Meine Modulaufgabe in Produktdesign an der OfG: „Design Kletterschuh“

Axel Ehrenschwender, ein Produktdesign-Teilnehmer der OfG, ist auf einer faszinierenden gestalterischen Reise, um eine innovative Lösung für Kletterschuhe im Mehrseillängen-Klettern zu entwickeln. Seine Vision besteht darin, einen Schuh zu schaffen, der den Spagat zwischen festem Halt und ganztägigem Komfort meistert.

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Ich arbeite am liebsten mit meinem iPad Pro 12,9´. Damit kann ich immer und überall kreativ werden, zeichnen, 3D designen und Renderings machen. Mir gefällt der Workflow und das Gefühl, als würde ich nur mit Stift und Block arbeiten.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Ich nutze vorwiegend Moodboards, um Inspirationen zu sammeln und ein Gefühl für das Projekt zu bekommen. Um daraus ein Konzept zu erstellen, mache ich ein paar schnelle Thumbnail-Skizzen. Um besser ins digitale Zeichnen zu kommen, habe ich mein digitales Set-up in der App genau so eingestellt wie beim Zeichnen mit Stift und Papier. Das gleiche Papier (Farbe und Struktur), der gleiche Stift (Füller). Um mir die „Angst“ vor dem leeren Blatt oder einem schlechten Entwurf zu nehmen, habe ich mir ein 3 Schritte Prinzip überlegt, nachdem ich vorgehe. Simplify, start, refine. Vereinfachen, anfangen, verbessern. Das gibt mir schnell eine Referenz. Egal, wie die aussieht, jetzt habe ich einen Startpunkt. Ich versuche nicht Fehler zu vermeiden, sondern sie schnell zu machen und dadurch noch schneller zu korrigieren. Je früher sie im Designprozess passieren, desto leichter sind sie auszubessern. Mein Ziel ist ein schneller Feedback-Loop mit einem angenehmen Workflow.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Eigentlich höre ich gerne Rock, aber zum Arbeiten ist es dann meistens einfache Klaviermusik. Instrumentals helfen mir, mich besser zu konzentrieren.
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Ich mache ganz bewusst etwas anderes. Meistens gehe ich Klettern oder Spazieren. Draußen in der Natur zu sein und mich zu bewegen, bringt mich zurück in den Moment und sorgt für einen frischen Blick aufs große Ganze. Ich nehme bewusst keine neuen Informationen auf. Ich denke, mein Kopf benötigt seine Zeit, um Informationen zu verarbeiten und Ideen zu kreieren. Meistens kommen die besten Ideen, wenn ich sie nicht erzwinge.
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Bislang teile ich meine Arbeiten und Projekte auf Instagram. Eine eigene Website plane ich für die Zukunft.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Ich habe gelernt, mein Projekt in Phasen aufzuteilen und den Zeitaufwand vorher zu schätzen. Ich wusste dadurch immer, wo ich im Projekt stehe, wie viel ich abgeschlossen habe und ob ich meine Deadline halten kann. Es fiel mir leichter, mich nur auf den jetzt erforderlichen Schritt zu konzentrieren. Das gab mir die Möglichkeit schnelle Entscheidungen zu treffen und damit „peace of mind“. Ich konnte meiner Kreativität viel entspannter ihren Lauf lassen.

Die Idee

Meine Leidenschaft zum Klettern von Mehrseillängen brachte mich auf die Idee, eine bessere Lösung für bisherige Kletterschuhe in diesem Bereich zu finden. Kletterschuhe für diesen Zweck haben hohe Anforderungen. Sie müssen den Spagat zwischen einem festen Sitz am Fuß und genug Bequemlichkeit für den ganzen Tag schaffen. Mein Konzept dafür ist eine Konstruktion, die auf eine Schuhzunge verzichtet, mit einem Schnürsystem für festen Halt sorgt und sich mit einem Schnellverschluss bei Pausen schnell, einfach und komfortabel an- und ausziehen lässt. Ich möchte einen modernen, sportlichen Look mit auffälligen und natürlichen Farben erzeugen.

Die Umsetzung

Am Anfang habe ich ein Moodboard erstellt um ein besseres Gefühl für das Produkt zu bekommen. Ich habe verschiedene Schuhe, Verschlüsse und Gestaltungselemente, Farben und Formen gesammelt.

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Im nächsten Schritt habe ich Thumbnail-Skizzen erstellt. Dabei lege ich immer erst ein Raster für die groben Proportionen an und erstelle auf einem neuen Layer die Outlines. Da bei diesem Projekt der Fokus auf den inneren Details liegt, kann ich dieses Gerüst nun für die weiteren Skizzen kopieren. Das ermöglicht mir ein angenehmes und schnelles generieren von Ideen.

Nachdem ich mehrere Konzepte ausprobiert habe, wähle ich mir meinen Favoriten aus und erstelle eine weitere Ansicht, um das Design genauer zu definieren. Die Reihenfolge der Arbeitsschritte ist dabei die gleiche. Ich arbeite immer von grob zu fein und lege mir für jede Verfeinerung einen neuen Layer an.
Ich habe mich für die Variante mit einem Drehverschluss entschieden, weil dieser die besten Verstellmöglichkeiten und ein einhändiges Handeling ermöglicht.

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Bevor ich meine Zeichnung weiter bearbeite erstelle ich einen Prototypen um meine Idee zu testen.

Die Positionierung des Verschlusses ist dabei das Wichtigste. Er muss die volle Bewegungsfreiheit für verschiedenste Kletterbewegungen ermöglichen - gleichzeitig dürfen dabei keine unangenehmen Druckstellen am Fuß entstehen.

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Nachdem ich damit die Position überprüft und bestätigt habe, habe ich meine Zeichnung fertig ausgearbeitet.

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Ich habe mich dafür an eine simple Reihenfolge gehalten. Erst die Farben, dann die Texturen und zum Schluss Schatten und Highlights für den Kontrast.

Mir ist aufgefallen, dass noch ein Paar Details fehlen, die konnte ich dank der Aufteilung der Arbeitsschritte auf verschiedene Layer sehr einfach ergänzen.

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Fazit

Da ich mich erst im 3. Modul befinde, war das ganze Projekt dazu gedacht, digitales Zeichnen zu üben. Mir dafür einen Bereich auszusuchen, der mich persönlich betrifft, hat mir sehr dabei geholfen. Es hat mir viel Spaß gemacht, mich auszuprobieren und die Idee über das Zeichnen hinaus weiterzuentwickeln. Ich freue mich schon auf die nächste Herausforderung!

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Axel Ehrenschwender
OfG-Absolvent / Produktdesign
instagram.com/axel.ehrenschwender/


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