Making of Printproduktion Onlinekurs OfG staatlich zugelassen

Meine Modulaufgabe in Printproduktion an der OfG: Branding der fiktiven Marke VividGreen Inks

Wie gestaltet man eine überzeugende Magazinanzeige, wenn es kaum inhaltliche Vorgaben gibt – aber professionelle Druckstandards eingehalten werden müssen? In der Abschlussaufgabe des OfG-Kurses Printproduktion entwickelte Teilnehmer Markiian Severyn Sokalskyi eine doppelseitige Anzeige für das Magazin PAGE: technisch sauber umgesetzt (PDF/X-3, CMYK, PSO Uncoated V3, 300 dpi) und konzeptionell frei.

Entstanden ist die fiktive Marke VividGreen Inks – ein visionäres, vollständig ökologisches Druckfarbenset auf Algenbasis. Inspiriert von Ernst Haeckels Kunstformen der Natur und der Ästhetik von CMYK-Rosetten wurde eine mikroskopische Alge zum stilisierten Rasterpunkt: natürlich, geometrisch, drucktechnisch präzise.

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?
Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?

In den Anforderungen der letzten Kursaufgabe – einer Magazinanzeige für das Magazin PAGE – gab es keine Vorgaben zum Produkttyp, nur zum Format (ich wählte eine Doppelseite 2/1, 440 × 280 mm). Außerdem mussten bestimmte Elemente verpflichtend enthalten sein (ein Logo als „Absender“ und mindestens eine URL-Adresse).

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Es gab auch technische Vorgaben: Dateiformat PDF/X3, Farbmodell CMYK, Farbprofil PSO Uncoated V3, Bildauflösung 300 dpi. Die Idee einer Anzeige für ökologische Druckfarbe wurde mir von Gemini vorgeschlagen. Ich erfuhr, dass es tatsächlich ein Ziel von Umweltschützern ist, vollständig organische Druckfarben zu entwickeln. Derzeit wird kommerziell lediglich die schwarze Komponente (K), hergestellt aus Algen, verwendet; für CMY wird noch geforscht.

Ich beschloss, noch einen Schritt weiterzugehen und diesen Traum in einer fiktiven Marke für ein vollständiges Druckfarbenset namens VividGreen Inks umzusetzen. Ich wollte mich von den üblichen Farbdosen lösen und etwas anderes entwickeln.

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Bei der Suche nach Algenbildern stieß ich auf eine Lithografie des Naturforschers Ernst Haeckel aus seinem Buch Kunstformen der Natur (1904). Eine der mikroskopischen Algen, Pediastrum selenaea, passte mit ihrer Form hervorragend zu meiner Idee.

Mich interessierte besonders der technische Aspekt des Drucks – die Rasterung von CMYK in bestimmten Winkeln, wodurch sogenannte Rosetten entstehen, die ästhetisch sehr reizvoll sind. Die besten visuellen Ergebnisse erzielt eine hexagonale Rasterung.

Deshalb wurde diese Alge mit ihrer geometrischen, sechseckigen Struktur zu einem stilisierten Punkt im hexagonalen Raster und repräsentierte zugleich die Idee einer ökologischen, natürlichen Druckfarbe. Jeder Rasterpunkt wirkt wie eine lebendige Algenzelle.

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Zur Illustration der Rasterung wählte ich die Silhouetten anderer, nicht mikroskopischer Algen der Gattung Rhodymenia, deren baumartige Form mir besonders gefiel. Für das Logo griff ich ebenfalls die Form von Rhodymenia auf.

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Für den Logotext wählte ich die variable Schrift Roboto Flex von Google Fonts. Diese Schrift nutzte ich auch für den Fließtext und kleinere Überschriften. Für die Hauptüberschrift entschied ich mich zur stärkeren Aufmerksamkeit für die markante Schrift Dela Gothic One.

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Fazit

Durch dieses Projekt konnte ich nicht nur eine technisch korrekte Print-Anzeige gestalten, sondern auch ein eigenes Markenkonzept entwickeln, was mich als Marken Designerin natürlich reizte.

Besonders spannend war die Herausforderung, Struktur und kreative Freiheit visuell zu vereinen – sei es durch das Farbkonzept, die Logoentwicklung oder die Gestaltung der Anzeige.

Die Arbeit mit dem Softproof und die Optimierung für ungestrichenes Papier waren wertvolle Erfahrungen, die mir noch einmal verdeutlicht haben, wie stark sich Farben und Kontraste im Druck verhalten.

Besonders viel Spaß hat mir die Kombination aus kreativer Konzeption und technischer Umsetzung gemacht – von der ersten Idee bis zur finalen Präsentation im Mockup. Es war eine spannende Aufgabe, die mir nicht nur gestalterisch, sondern auch im Hinblick auf professionelle Druckvorbereitung viel gebracht hat.

TestimonialsundDozenten

Markiian Severyn Sokalskyi
OfG-Teilnehmer / Printproduktion
behance.net


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