Foto by Goldenerschnitt.Media
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Meine Modulaufgabe in Printproduktion an der OfG: Gestaltung einer Printanzeige

Wie gestaltet man eine überzeugende Print-Anzeige für ein Magazin? In dieser Abschlussaufgabe der OfG-Weiterbildung Printproduktion gab es keine festen Vorgaben zur Marke – nur das Ziel, eine ganzseitige Anzeige zu entwerfen.

Mit CreativeFlow entstand eine fiktive Marke, die kreative Workflows optimiert. Die Herausforderung: eine visuelle Identität zu entwickeln, die Struktur und kreative Freiheit verbindet. Von der Logo-Entwicklung über das Farbkonzept bis hin zur finalen Druckvorbereitung – in diesem Beitrag geben wir Einblicke in den Gestaltungsprozess und die wichtigsten Designentscheidungen.

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?
So einfach wie möglich. Ich arbeite meistens im Home-Office, mit einer guten Tasse Kaffee (oder auch zwei), meinem Laptop und meinem Kater. Entweder am Schreibtisch oder auf dem Sofa.
 
Je nach kreativer Prozessphase verschlägt es mich auch gern mal in ein Café. Aber meistens benötige ich zum Arbeiten ganz viel Stille.
Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Meistens stürze ich mich tatsächlich direkt in die digitale Welt und stöbere auf verschiedenen Kreativplattformen – von Behance über Pinterest – nach Inspirationen.
 
Ich probiere tatsächlich super gern direkt viel digital aus, z. B. in Illustrator, aber manchmal bringe ich auch ein paar Scribbles aufs Papier. Das ist zum Beispiel bei der Ideengenerierung für ein Logo besonders nützlich. Meine Design-Feeds auf Instagram und LinkedIn sind aber ebenso treue Inspirationsquellen wie der direkte Austausch mit anderen Designern oder Kollegen aus der Design-Community!
 
Und natürlich auch – ist ja kein Geheimnis unter uns Kreativen – mal komplett was anderes machen: rausgehen, Fitnessstudio, Freunde treffen oder einfach mal nichts tun. Da kommt es immer zu neuer Inspiration und Motivation. Natürlich binde ich auch generative KI mit ein, allerdings meistens eher als Add-ons für Projekte, wie Mockups oder Bildstimmungen für Moodboards. Hier nutze ich aktuell Firefly und DALL-E &und die generativen KI-Tools von Photoshop & Illustrator.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?
Bei der Ideengenerierung meistens gar keine. Da halte ich die Stille für sehr hilfreich, aber manchmal dreh’ ich dann schon auch mal die Musik an und auf!
 
Wenn es zum Beispiel um ein funky Design gehen soll, dann können Soul & Funk Musik schon ganz schön anfeuern!
Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?

Mit Pausen! Oder etwas anderes tun. Einfach raus aus der Situation, auch wenn es nur für einen Moment ist. Das hilft schon!

Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?
Ich nutze Notion als Projektmanagement-Tool. Je nach Situation und Stand des Projekts präsentiere ich meine Arbeiten für den Kunden direkt in Notion oder im 1:1 Video Call.
 
Zur Vermarktung nutze ich Instagram & LinkedIn.
Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?
Oh, das kommt natürlich auf das Thema des Kursmoduls und des Projekts an. Was ich gemacht habe, war den gesamten OfG Kurs erst mal direkt in Notion als Projektmanagement anzulegen. So hatte ich eine perfekte Übersicht und konnte bequem zwischen der OfG Plattform und Notion wechseln. Ich habe eigentlich jedes Projekt zu jedem Modul gleichwertig angesehen und als Möglichkeit, durch das Durcharbeiten genau an meinen Weak Points zu arbeiten und mich darin zu verbessern. Jedes Projekt in der Printproduktion Weiterbildung hat mir diese Möglichkeit gegeben und mich mehr und mehr ausgerüstet.
 
Ein treuer Begleiter war auf jeden Fall auch ChatGPT für kleine Fragen zwischendurch und einen sauberen Workflow. Grundsätzlich ist es sehr hilfreich, eine Projektplanung anzulegen und dann einfach abzuarbeiten. So kam ich sehr gut voran und hatte auch echt Spaß!
 
Aber man muss auf jeden Fall dranbleiben und in der Lage sein, Nützliches zu filtern und anderes auszublenden.

1. Aufgabenstellung

Für die letzte Aufgabe der Weiterbildung gab es keine festen Vorgaben für die fiktive Marke – nur die Anforderung, eine ganzseitige Print-Anzeige für das PAGE Magazin zu gestalten. Ich habe dies erweitert und mit CreativeFlow eine eigene fiktive Marke entwickelt, die kreative Workflows optimiert. Ziel war es, eine visuelle Identität zu schaffen, die Struktur und kreative Freiheit vereint.

Die Anzeige wurde im Format 220 × 280 mm (+3 mm Beschnitt), CMYK (PSO Uncoated V3) angelegt und für ungestrichenes Papier optimiert. Ein Softproof stellte sicher, dass die Farben realistisch wiedergegeben werden. Zusätzlich wurde die Anzeige in ein Magazin-Mockup integriert, um ihre Wirkung im Print-Kontext zu visualisieren.

2. Idee & Konzept

CreativeFlow steht für einen strukturierten, aber flexiblen Workflow. Dieses Konzept zeigt sich im Design durch klare Linien, sanfte Farbverläufe und moderne Typografie.

Farbvarianten-mit-Finaler-Palette-für-Creative-Flow1

Das Key Visual – eine kreative, entspannte Person – symbolisiert die Verbindung von Organisation und Inspiration.

Foto by Leon Siednji
Foto by Leon Siednji

Die Farbwelt aus Violett- und Orangetönen kombiniert kühle Professionalität mit kreativer Dynamik. Der Slogan „Mehr Kreativität, weniger Chaos!“ fasst den Markenkern prägnant zusammen. Abgerundete Infoboxen lenken den Blick auf die zentralen Features des Tools.

3. Logo-Entwicklung & Farbkonzept

Das Logo vereint Bewegung, Struktur und Kreativität. Erste Ideen entstanden mit KI-gestützten Tools (Firefly & DALL-E), anschließend wurden sie in Illustrator verfeinert.

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Die geschwungene Linienführung vermittelt Dynamik, während die reduzierte Form Klarheit schafft. Die Farbwahl unterstützt die Markenbotschaft: Violett & Blau stehen für Struktur und Technologie, Orange für Energie & Kreativität. Die Farbverläufe sorgen für einen fließenden Look, passend zum Konzept von „Flow“.

4. Gestaltung & Umsetzung

Bildbearbeitung in Photoshop

Das Key Visual wurde für den Druck optimiert: Softproof für ungestrichenes Papier, Kontrastanpassung & Farbabstimmung. Infoboxen wurden mit dezenten Schlagschatten versehen. Der finale Export erfolgte als TIFF (CMYK, 300 dpi).

Foto by Leon Siednji
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Layout in InDesign

Das Layout wurde in 220 × 280 mm, mit 3 mm Beschnitt erstellt. Die TIFF-Datei wurde platziert, die Typografie ergänzt und die Schriften wurden in Pfade umgewandelt. Es entstanden Varianten mit und ohne Schatten.

Foto by Leon Siednji
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Export & Präsentation

Der Export erfolgte als PDF/X-3 für den Druck und PDF/X-4 für die digitale Ansicht. Die Anzeige wurde in ein Magazin-Mockup eingebunden.

Foto by Leon Siednji
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Fazit

Durch dieses Projekt konnte ich nicht nur eine technisch korrekte Print-Anzeige gestalten, sondern auch ein eigenes Markenkonzept entwickeln, was mich als Marken Designerin natürlich reizte.

Besonders spannend war die Herausforderung, Struktur und kreative Freiheit visuell zu vereinen – sei es durch das Farbkonzept, die Logoentwicklung oder die Gestaltung der Anzeige.

Die Arbeit mit dem Softproof und die Optimierung für ungestrichenes Papier waren wertvolle Erfahrungen, die mir noch einmal verdeutlicht haben, wie stark sich Farben und Kontraste im Druck verhalten.

Besonders viel Spaß hat mir die Kombination aus kreativer Konzeption und technischer Umsetzung gemacht – von der ersten Idee bis zur finalen Präsentation im Mockup. Es war eine spannende Aufgabe, die mir nicht nur gestalterisch, sondern auch im Hinblick auf professionelle Druckvorbereitung viel gebracht hat.

TestimonialsundDozenten

Rania El-Azzami
OfG-Teilnehmerin / Printproduktion
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Sollten Sie Interesse am Printproduktion-Kurs oder weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns!