3D_Design Abschlussprojekt an sder OfG

Meine Abschlussarbeit in 3D-Design an der OfG: „Flipper“

OfG Absolvent Nico Mönch hat mit 3ds Max hat einen digitalen Pinball-Flipperautomaten gestaltet, der zugleich eine Reise in seine eigene Vergangenheit ist.

Was macht Flippern so kultig? Es ist eine Mischung aus Technologiefaszination, Spielreiz und Wettbewerb, gepaart mit einem fesselnden Sound- und Lichtshow-Erlebnis. Können Sie den Highscore schlagen?

Ein paar Fragen zum Einstieg:

Wie sieht Ihr Setting aus? Womit arbeiten Sie?

Ich arbeite mit einem selbst erstellten Windows-PC mit einem großen 49 Zoll Bildschirm, den ich in zwei Bildschirme teilen kann, um z. B. auf dem zweiten Bildschirm Referenzen für meine Arbeit offen zu haben.

Welche Techniken und Tools nutzen Sie, um ein Konzept zu entwickeln und kreative Ideen zu generieren?
Musik ist für mich beim Arbeiten unverzichtbar. So lässt sich eine Idee leichter formen, verfolgen und durchdenken.
 
Zudem ist es für mich auch wichtig, mich im vorn herein ein wenig auf sozialen Medien in dem Bereich umzusehen, um so eine Art Denkanstoß und Inspiration zu bekommen. So entscheide ich meistens auf welche Art von Projekt ich aktuell Lust habe, wie man es umsetzen könnte oder aber auch welche Richtung mir gar nicht gefällt.
 
Des Weiteren sind die sozialen Medien bei uns allen ja Alltag geworden. Das heißt also, selbst wenn ich gar nicht gezielt auf der Suche nach etwas bin, stolpere ich doch gelegentlich über etwas, was mein Interesse weckt. Meistens speichere ich es mir dann für später, um noch mal darauf zurückzugreifen oder weitere Überlegungen dazu anzustellen.
Welche Musik hören Sie am liebsten beim Arbeiten?

Am liebsten höre ich Rock und Metal, allerdings ist Celldweller für mich DER Künstler, wenn es ums kreative Arbeiten geht.

Wie gehen Sie mit kreativen Blockaden um?

Abstand gewinnen. Wenn ich eine Blockade habe, benötige ich etwas Abstand von dem aktuellen Projekt. Am nächsten Tag habe ich eine frische und klare Sicht auf das Projekt.

Wie präsentieren und vermarkten Sie Ihre kreativen Arbeiten?

Meine Arbeiten vermarkte ich auf Instagram. Das ist auf jeden Fall etwas, wo ich in Zukunft noch dran arbeiten will und im Moment auch in der Planung bin. Auch eine eigene Website erachte ich als wichtig, um auf sich aufmerksam zu machen und potenzielle Auftraggeber zu finden.

Welche Tipps haben Sie für andere OfG-Absolventen, die gerade an ihrer Abschlussarbeit sitzen?

Plant euren Arbeitsprozess im Voraus und setzt damit einen groben Fahrplan, wie ihr euer Projekt durchführen wollt. Das Festlegen von Arbeitsschritten half mir, mich mehr auf das Wesentliche in der Gestaltung zu konzentrieren und war immer eine Konstante im Projekt.

Die Ideenfindung

Die Idee für die letzte Monatsausgabe kam mir sofort in den Kopf. Ich musste keine 3 Sekunden überlegen.

Früher hatte ich bei meinen Eltern in der Garage einen Medusa Flipper. Ich war schon damals total von der Technik dahinter begeistert.

Also, was bietet sich besser für die Simulation von physikalischen Abläufen an, als ein Flipper?

Der Anfang

Bevor ich überhaupt mit der Animation beginnen konnte, benötigte ich erst mal eine Basis. Den Flipper. Also habe ich erst mal im Internet nach Referenzbildern von ebendiesem Flipper gesucht, den ich damals bei meinen Eltern hatte.

Danach habe ich noch gegoogelt, welche Maße eine Pinballmaschine und die Spielkugel haben, damit ich alles im richtigen Maßstab erstellen kann. Da sich 3ds Max, z. B. bei der späteren Simulation der Kugel oder auch bei kleineren Sachen wie der Berechnung des Glas-shaders auf physikalische Daten bezieht, die nur funktionieren, wenn die Maße stimmen.

Erstellung des Flippers

Bei der Erstellung der Pinballmaschine habe ich mich langsam von den großen Objekten wie den Wänden, zu den kleinen Details wie Schrauben und Halterungen vorgearbeitet.

Ich habe immer wieder die Animation getestet. Ob alles funktioniert oder ob sich ein Fehler eingeschlichen hat.

Problemlösung

Die kleinen Pins, die bei Kontakt mit der Kugel in einen kleinen Schacht rutschen sollen, stellten anfangs ein echtes Problem dar.

Ich wusste nicht, wie ich es am besten lösen sollte, ohne jeden Pin einzeln zu animieren.

Lösung 1 – Jeden Pin einzeln animieren

Die erste Idee war es, sobald die Kugel einen Pin berührt, ebendiesen per Keyframes zu animieren. Dadurch hätte ich höchste Kontrolle, wann welcher Pin „fällt“. Das Problem: Ich muss bei jeder kleinen Abweichung die komplette Animation der Pins überarbeiten.

Lösung 2 – Simulation der Pins

Bei dieser Monatsausgabe liegt es nahe die Pins über physikalische Berechnungen zu animieren. Doch gab es einen entscheidenden Haken an der Sache: Die Pins fallen durch die Gravitation einfach in die Pinball Maschine. Es sei denn, ich würde sie über ein paar gewisse Parameter in der Simulation steuern. Dann hätte ich aber wieder das Problem der Keyframes. Also blieb mir nichts anderes übrig, als einen Mechanismus für die Pins zu entwerfen. Bei dem Mechanismus halten sich die Pins durch die Schwerkraft, die sie nach vorn zieht, an der Position. Sobald die Kugel einen der Pins nach hinten schiebt, fällt dieser in einen kleinen Schacht. Durch kleine Begrenzungen links und rechts können die Pins nicht seitlich verschoben werden.

Fazit:

Durch meine Abschlussarbeit habe ich viel über Animationen in 3ds Max gelernt und bin auch an meiner Aufgabe gewachsen. So habe ich mich mit unerwarteten Problemen auseinandersetzen müssen und dabei oftmals festgestellt, dass nicht nur ein Weg zum Ziel führt. Es gibt eine Menge verschiedener Wege, man muss nur den richtigen für sich und sein Projekt finden und manchmal benötigt diese Erkenntnis auch einen zweiten Anlauf.

Des Weiteren hat dieses Projekt meine Leidenschaft für 3D Visualisierungen noch weiter angefacht.

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Nico Mönch
OfG-Absolvent / 3D-Design
instagram.com/artsynox/
linkedin.com/in/nico-mönch


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